Tag Archive: NATO



Die gute Nachricht: Die Menschheit wird auch nach dem Abschuss eines russischen Kampfflugzeugs durch die Türkei aller Hysterie zum Trotz nicht in einem nuklearen Inferno ausgelöscht werden. Weder wird irgendjemand New York einäschern noch Moskau verglühen. London wird nicht verbrannt und Paris nicht verstrahlt werden, und selbst Berlin wird, nachdem es bereits 1945 nur mit Glück dem ursprünglich angedachten Atompilz entkam, auch 70 Jahre später nicht doch noch nachträglich eingeebnet werden.

Und all dies nicht, weil Putin plötzlich lieb oder Obama endlich erwachsen geworden wäre (beides ist, nach allem was bekannt ist, auch weiterhin nicht der Fall). Sondern weil dies weder im Interesse des einen noch des anderen läge. Bei Obama ist das schon deswegen sicher, weil er generell alles ablehnt, was bummt und kracht und blitzt und überhaupt irgendwie laut und grell ist, und Atombomben gehören zweifellos in diese Kategorie. Man kann ihm zwar einiges vorwerfen, aber sicher nicht, dass er den Finger permanent über dem roten Knopf hätte. Vermutlich nicht mal, dass er diesen finden würde, wenn er ihn je suchen sollte.

Aber auch bei Putin besteht da keine wirkliche Gefahr. Er mag ein Schurke sein, aber er ist weder ein dummer noch ein irrer Schurke. Im Gegenteil, er ist recht intelligent und handelt durchaus rational. Vermutlich so intelligent und rational, dass es für die Mehrheit der europäischen Staatsmänner zusammengenommen reichen würde (und immer noch genug für Obama übrig bliebe, der sogar Kerry dann noch was abgeben könnte). Selbst Putins latent zweifellos vorhandener Hang zum Größenwahn orientiert sich anders als bei seinen durchgeknallten iranischen Unterlingen immer noch an den real gegebenen Möglichkeiten. Weiterlesen


So, liebe Kinder, jetzt mal aufgepasst! Ja, auch Ihr faulen Hinterbänkler in der letzten Parlamentsreihe. Und Du da mit der SPIEGELbrille, hör auf zu schwätzen! Also, hier kommt ein kleiner Mathetest…

———

Ein Brauer hat zwei Angestellte:

Mitarbeiter A hat in diesem Jahr bereits 2332 Flaschen fallen lassen, was verglichen mit dem Vorjahr einer Steigerung von 14% entspricht. Viele, vermutlich sogar die meisten der Flaschen hat er absichtlich zu Boden geschleudert, der Rest ist Folge seiner Unfähigkeit.

Mitarbeiter B hat im selben Zeitraum mit 410 Flaschen immerhin 4% weniger als im Vorjahr zerstört. Auch sind diese ausschließlich im Handgemenge heruntergefallen, weil er immer wieder versucht hat, den Kollegen A daran zu hindern, Flaschen runterzuwerfen.

Bei weiteren 279 kaputten Flaschen liess sich nicht genau herausfinden, wer daran schuld war, so dass insgesamt 3021 Flaschen zerstört wurden.

Bitte beantwortet dazu folgende 5 Fragen (Prozentzahlen werden auf- bzw. abgerundet):

Frage 1: 77% der kaputten Flaschen gehen auf das Konto von Mitarbeiter A. Wie hoch ist dagegen der Anteil der Flaschen, an deren Zerstörung Mitarbeiter B schuld hat, 23% oder 14%?

Frage 2: Wenn man jene Flaschen herausrechnet, die niemandem eindeutig zuzuordnen sind, wie hoch ist der Anteil der von Mitarbeiter A zerstörten Flaschen dann, 77% oder 85%?

Frage 3: Der Brauer möchte die Verluste an Flaschen in Zukunft begrenzen. Welchem Mitarbeiter soll er zur Erreichung dieses Ziels eher kündigen, Mitarbeiter A oder Mitarbeiter B?

Frage 4: Welche der beiden in Frage 2 zur Auswahl stehenden Lösungsmöglichkeiten ist, wenn man die korrekte Antwort auf Frage 1 nicht kennt, hilfreicher für die Lösung von Frage 3?

Frage 5: Wann ist jemand, der zur Schadensbegrenzung als Antwort auf Frage 3 Mitarbeiter B feuern würde, voraussichtlich von der Schule abgegegangen, nach der 5. oder 6. Klasse?

———

Und zur Belohnung für die richtige Lösung hier ein konkretes Beispiel dafür, was passiert, wenn vorzeitige Schulabbrecher es nach dem Marsch durch die Institutionen endlich in die Schaltzentralen von Medien und Politik geschafft haben:

Der Tod von Zivilisten untergräbt sowohl in Afghanistan als auch in den Vereinigten Staaten die Unterstützung für den von den USA angeführten Krieg. Die US-Amerikaner setzen daher auf ein schnelleres Ende des Kampfeinsatzes.


Zehntausende sind auf der Flucht, die Proteste gehen weiter – doch der libysche Despot Gaddafi will nicht weichen.

Gell, da schaut‘s! Aber der Bruder Oberst ist eben keiner, der der sich von einer Handvoll unbewaffneter Demonstranten und einem Anruf aus Paris oder Washington ins Bockshorn jagen lässt. Das tun antiwestliche Diktatoren ohnehin seltener als ihre prowestlichen Amtskollegen, und ein Gaddafi schon mal gar nicht. Der ist ein Mann der Tat, und wenn er verkündet, in jenen Stiefeln zu sterben, in denen er gerade durch ein Meer aus Blut und Öl watet, dann ist ihm das auch zuzutrauen.

Die Opposition erwägt laut US-Zeitungsberichten nun, den Westen um ein militärisches Eingreifen zu bitten. Die Nato-Partner allerdings zweifeln noch.

Klar, ist ja auch eine unüberschaubare militärische Herausforderung. Die NATO ist schließlich nur die stärkste Militärallianz der Geschichte, Libyen mit seinen 6 Millionen, zu großen Teilen ihren Unterdrücker hassenden Einwohnern hingegen die Kombination aus Goldener Horde, Mordor und dem Dunklen Imperium in einem. Da darf man nichts überstürzen.

Washington/Tripolis – Der internationale Druck auf Libyens Machthaber Muammar al-Gaddafi nimmt stetig zu. Wegen des brutalen Vorgehens gegen Regierungsgegner wurde Libyen am Dienstagabend offiziell aus dem Uno-Menschenrechtsrat in Genf ausgeschlossen. Nie zuvor ist die Weltorganisation in dieser Form gegen ein aktives Mitglied vorgegangen.

Das macht es nicht besser. Zumal einige dieser aktiven Mitglieder um einiges mehr Dreck am Stecken hatten. Denn bei allem was man Gaddafi vorwerfen kann – und das ist nicht wenig – Völkermord gehört (noch?) nicht dazu. Da hat die „Völkergemeinschaft“ (ach, ich liebe dieses Wort einfach, man kann es so schön sarkastisch aussprechen) mit ihren entspannungsgeübten Friedensachsen und pseudokritischen Dialogpartnern schon ganz andere Gestalten unbehelligt gelassen, wenn nicht sogar die schützende Hand über sie gehalten.

Die Regierung von US-Präsident Barack Obama erwägt, ob sie die diplomatischen Beziehungen zu Libyen offiziell abbrechen soll, sagte ein ranghoher Regierungsmitarbeiter dem US-Nachrichtensender CNN in der Nacht zum Mittwoch. Die EU und die Uno haben bereits weitreichende Sanktionen verhängt, vor allem gegen den Gaddafi-Clan. Doch der gibt sich davon bisher unbeeindruckt.

Und das völlig zu Recht. Er muss ja denken, dass im Rest der Welt nur Verrückte regieren, wenn die allen Ernstes glauben, dass jemand, der die Hälfte seiner mehr als 40-jährigen Herrschaft unter Sanktionen aller Art verbracht hat, gerade jetzt, wo es um seinen Kopf geht, sich wegen der Verlängerung um ein paar weitere Jährchen ins Hemd macht. Solange er eine reelle Chance sieht, davonzukommen, wird er weiterkämpfen, und da man ihm auch sonst alles durchgehen lässt, wäre er schön blöd, das anders zu handhaben.

Machen wir uns also nichts vor: Man wird ihn schon holen müssen.


Um Israel mit der Aussicht auf einen nuklear bewaffneten Iran zu versöhnen, liegen mal wieder ein paar Ideen auf dem Tisch, die zur Abwechslung zwar grundsätzlich bedenkenswert, allerdings im speziellen Fall der durchgeknallten Armageddon-Jünger, die seit mehr als dreißig Jahren im Großraum Teheran ungestört ihr Unwesen treiben, kaum zielführend sind. Zumindest hat der Autor dieser Vorschläge, ein ob seiner Einschätzungen einschlägig bekannter ehemaliger CIA-Bediensteter namens Bruce Riedel, das Hauptproblem des Umgangs mit Gestalten vom Schlage eines Achmadinedschad auch nach Jahren offenbar immer noch nicht ansatzweise erfaßt, was natürlich daran liegen kann, daß die Schurken, die sich die CIA von Zeit zu Zeit zu kaufen pflegt, anders als fundamentalistische Apokalyptiker irdischen Genüssen wie dem nackten Überleben durchaus zugänglich sind:

1. The US must spread a nuclear umbrella over Israel that would entail the installation of American nuclear depots in Israel to show Tehran that a nuclear attack on the Jewish state would meet with a US nuclear response.

Schöner Plan. Er funktioniert nur nicht, wenn der Gegner einen nuklearen Gegenschlag gar nicht als das Ende seiner Macht sieht, sondern im Gegenteil als Beginn einer besseren Welt unter der väterlichen Führung des in einem eindrucksvollen Atomblitz heranrauschenden Mahdi. Und darauf zu bauen, daß das alles nur Geschwätz ist, wäre selbst für einen casinogestählten Geheimagenten verdammt hoch gepokert. Denn schon bei einer nur 20-prozentigen Wahrscheinlichkeit, daß die Anhänger dieses irrwitzigen Doomsday-Kultes das ernst meinen – und wohl kaum jemand würde Haus und Hof darauf verwetten, daß die Chance auch nur unter 50% liegt – wären die Aussichten, seinen Fehler noch bereuen zu können, geringer als beim russischen Roulette, was eigentlich selbst unseren Aushilfs-James-Bond davor zurückschrecken lassen sollte, sich den Atomrevolver an die Schläfe zu halten.

Weiterlesen


Wie weit sich einige der sogenannten Islamkritiker bereits vom ihren anfangs vielleicht tatsächlich mal vorhandenen westlichen Wurzeln entfernt haben, kann man auf schaurige Weise an der folgenden intellektuellen Zeitreise zurück in die ethnisch reine Vergangenheit sehen, als „der Feind“ noch klar daran erkennbar war, daß er sich jenseits des Schlagbaums an der Grenze aufhielt, und Stammesgesellschaften noch eine feine Sache waren, weil nicht nur die bösen Muselmanen welche hatten, sondern man selber ja letztlich auch nicht groß anders dachte:

Die westliche Verteidigungsallianz NATO war ein Produkt des kalten Krieges. Während sie damals ein nützliches Werkzeug war, hat sich die Organisation bisher als vollkommen unfähig erwiesen mit der Flutwelle islamischer Aggression und der Invasion der Dritten Welt durch Massenimmigration umzugehen, welche die westliche Welt verschlingt.

[…] Die NATO hat mit ihren militärischen Aktionen in Serbien und im Kosovo die Islamisierung Europas aktiv unterstützt.

Die USA haben mindestens seit Woodrow Wilsons Lebzeiten versucht Europa und den Rest der Welt nach ihem Bild zu formen. Diese Politik beinhaltet das Niederreißen sozialer Stukturen und das Befördern von Masseneinwanderung aus der dritten Welt – das gleiche Programm, das die US- Eliten jahrzehntelang in Nordamerika vorangetrieben haben.

Einheimische Europäer müssen von ihren kulturellen Identitäten „geheilt“ werden. Die amerikanischen Eliten sind genauso daran beteiligt – vielleicht sogar noch stärker – wie ihre europäischen Amtskollegen innerhalb der EU und ihrer pro- arabischen Netzwerke.

[…] Die dümmlichen Politprojekte der westlichen Nationen in Irak und Afghanistan können nicht funktionieren; es ist einfach unmöglich „Demokratie“ zu exportieren, um islamische Stammeskulturen zurückzudrängen und es ist sinnlos das Leben junger Männer und wichtige Ressourcen bei diesem Versuch zu verschwenden, während das Gesetz der Scharia sich im Westen ausbreitet – ohne Gegenwehr und oft unter Beifall der westlichen Obrigkeit

[…] Derzeit ist es Politik aller NATO Mitgliedstaaten, von Kanada bis zu den Niederlanden, die Islamisierung der westlichen Länder zu befördern. US General Wesley Clark, der die NATO Bombenangriffe auf christliche Serben im Kosovo befehligte, erklärte 1999 rundweg, es gebe im modernen Europa keinen Platz für ethnisch homogene („ethnic pure“) Staaten. Das sei eine Idee des 19. Jahrhunderts und man versuche eben diese Idee so abzuändern, dass sie ins 21. Jahrhundert passe, was multiethnische Staaten zur Folge habe.

[…] Ist die multikulturelle Doktrin noch immer das Leitbild der NATO Politik – christliche Europäer vernichten, wo auch immer sie anstatt „multiethnischen Staaten“ leben? Wenn das so ist, wer beschützt uns dann vor der NATO?

Daß der Text vom einschlägig bekannten Fjordman stammt und hier nur übersetzt wurde, macht es angesichts der kommentarlosen Weiterverbreitung der dahinter stehenden Ideen nicht besser, denn hier ist die ursprüngliche Kritik an den Auswüchsen des islamischen Fundamentalismus über den Durchlauferhitzer der Islamkritik inzwischen zum bloßen Muslimbashing oder gleich zur generellen Einwanderungsfeindlichkeit degeneriert, die sich so auch bei harten Rechtsextremisten findet (wenn auch nicht bei den ganz harten, die haben die Islamisten ja wieder ganz doll lieb).

Man bekommt jedenfalls den Eindruck, daß der Betreiber der Seite nicht mal ansatzweise verstanden hat, was viele der von ihm verlinkten Blogs – darunter auch dieses hier – überhaupt antreibt (kleiner Tip: der „Kreuzzug für die Demokratie“ hat nichts mit Kreuz zu tun, aber umso mehr mit dem von ihm verlachten Demokratieexport). Jedenfalls sollte er bei pauschaler Zustimmung zu Fjordmans kranken Thesen ernsthaft darüber nachdenken, seine Blogroll vielleicht mal einem kleinen Revirement zu unterziehen. Nicht daß es da zu inliebsamen Mißverständnissen kommt.


Was ist in Hamid Karzai gefahren? Der afghanische Präsident vergrätzt den Westen, der ihm seine Macht garantiert. Er fühlt sich beleidigt und provoziert, jetzt sucht er neue Allianzen, um einen Nato-Abzug politisch zu überstehen – die Beziehung zu den USA ist wohl nicht mehr zu kitten.

Tja, was wird schon in ihn gefahren sein? Er leidet halt am Erdogan-Syndrom. Das ist jene Art von dem Eigeninteresse geschuldeter außenpolitischer Umorientierung, die eigentlich eine ziemlich logische Folge ist, wenn die eigene Schutzmacht mit ihren Alliierten plötzlich härter umspringt als mit den potentiellen Feinden und generell den Eindruck erweckt, daß sie weder in der Lage noch willens ist, besagten Feinden im Ernstfall Einhalt zu bieten.

Genauso wie Erdogan davon ausgehen muß, sich am Ende mit einem nuklear bewaffneten Iran arrangieren zu müssen, weil der große Bruder aus Amerika letztlich nichts dagegen unternehmen wird, so wird sich auch Karzai angesichts der Abzugsdiskussion in den NATO-Staaten fragen, wie er sein physisches Überleben sicherstellen kann, wenn dieses in nicht allzu ferner Zukunft weniger von Washington oder Berlin abhängt als von Teheran und Peschawar.

Und damit es da kein Mißverständnis gibt: Erdogan und Karzai werden nicht die letzten sein, die ihre Schlüsse aus dem außenpolitischen „Change“ seit Obamas Amtsantritt ziehen. Angesichts des sich inzwischen fast schon im Zeitraffer vollziehenden Auseinanderbröselns der traditionellen globalen Sicherheitsarchitektur werden sich selbst die treuesten Verbündeten irgendwann fragen, was sie für Amerika tun sollen, wenn Amerika nichts mehr für sie tun will.

Bevor darob jetzt aber allzu viele Krokodilstränen vergossen werden, sei daran erinnert, daß Obama von seinen Jüngern nicht zuletzt deswegen herbeigesehnt wurde, damit er dem angeblichen Unilateralismus der Hypermacht USA ein Ende bereitet. Er erfüllt also nur die in ihn gesetzten Erwartungen. Die Bushhasser wollten die multipolare Welt. Sie bekommen derzeit die Gelegenheit, einen ersten Blick darauf erhaschen, wie diese Welt ausehen wird.


Wohl wie niemand vor ihm wird Barack Obama für Eigenschaften verehrt, die einander eigentlich ausschließen. Einerseits ist er der Heilsbringer, der demnächst den allgemeinen Weltfrieden einführen wird, andererseits der große Stratege, der es im „guten Krieg“ in Afghanistan im Gegensatz zu seinem diesbezüglich der Nachlässigkeit geziehenen Amtsvorgänger endlich mal richtig krachen läßt. Er kann das israelische „targeted killing“ verurteilen und selber in Pakistan massiv verstärken, ohne daß der Widerspruch seinen Jüngern auffallen würde.

Selbst innerhalb eines einzigen Konflikts vollbringt „The One“ geradezu unmögliches. Zumindest dürfte es in der Geschichte noch keinen politischen Führer gegeben haben, der wie Obama im Irakkrieg einen Kampf für verloren geben kann und gleichzeitig von seinen Anhängern als derjenige angesehen wird, der eben diesen Kampf am Ende zum Guten gewendet hat. Vom angeblichen Eintreten für die Menschenrechte bei gleichzeitigem Ersatz der als naiv verlachten Demokratisierungsvisionen Bushs durch klassische Realpolitik mal ganz zu schweigen.

Bevor die Legendenbildung, nach der die positiven Entwicklungen bis hin zur morgen stattfindenden Parlamentswahl im Irak irgendwie der Amtsübernahme Obamas zu verdanken seien, die Schwierigkeiten in Afghanistan hingegen Spätfolgen Bush’scher Mißwirtschaft wären, all zu sehr um sich greift, ist es daher dringend an der Zeit, eine kurze Zwischenbilanz des „War on Terror“ zu ziehen. Werfen wir also einfach mal einen Blick auf die Zahl der getöteten US-Soldaten seit dem Wechsel im Weißen Haus sowie den entsprechenden Zeitraum direkt davor:

Januar 2008 – Januar 2009: Irak 330 + Afghanistan 170 = 498
Februar 2009 – Februar 2010: Irak 143 + Afghanistan 363 = 506

Wer jetzt staunt, daß die amerikanischen Verluste unterm Strich anders als im Wahlkampf versprochen ja gar nicht abgenommen haben, kennt die entsprechenden Werte der Alliierten noch nicht. Und da Obama im Rest der Welt bekanntlich noch weit mehr Bewunderer hat als an der Heimatfront, wollen wir dem geneigten Leser die Zahlen der entsprechenden Opfer unter den Verbündeten nicht vorenthalten, denn unser Friedensnobel- wie Weltbeliebtheitspreisträger verlangt gerade den Europäern so manches ab, was Bush sich wohl nie getraut hätte:

Januar 2008 – Januar 2009: Irak 8 + Afghanistan 150 = 158
Februar 2009 – Februar 2010: Irak 1 + Afghanistan 232 = 233

Genauso viele amerikanische und die Hälfte mehr ausländische Opfer sollten der Bewegung seiner Gläubigen den Zahn, daß der Kriegstreiber Bush das Leben der Soldaten riskiert hat, die der Friedensfürst Obama dann wieder heil nach Hause holt, jedenfalls an der Graswurzel ziehen.