Tag Archive: Libanon



Hizballah Prepares Detention Centers for 5,000 Opponents

Scheint im Libanon offenbar keine geeigneten Fussballstadien zu geben. Sonst würden sich unsere Medien, Intellektuellen und Aktivisten sicher ganz doll darüber empören. Aber wenn die Oppositionellen bloß ganz dezentral verschleppt werden sollen, gibt’s für echte Fans des politischen Strassenfussballs natürlich keinen Grund sich aufzuregen. Denn selbst wenn sich unter den potentiellen Opfern auch Kommunisten und Sozialisten befinden sollten, spielt das keine Rolle, solange sich nur die Täter antiwestlich genug gebärden.

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Die Absichten der Führer Syriens und des Iran gegenüber dem Libanon werfen einige Fragen auf:

Tehran, Damascus tell Hizballah to grab Beirut right after Ahmadinejad’s visit

Zum Glück wurde die Antwort bereits gegeben, so daß sie erst gar nicht gestellt werden müssen:

Israel releases 1973 war papers to warn Syria, Hizballah: Hands off Beirut!

Nur für den Fall, daß im Libanon demnächst aus heiterem Himmel merkwürdige Dinge geschehen.

Wunder der Natur


Aus der Tierwelt gibt es immer wieder Erstaunliches zu berichten. Jetzt wurde der erste Wolf gesichtet, der versucht eine Schafherde vor sich selbst zu schützen.


Da bleibt nur eine Frage: Wo ist Lieutenant Drebin?


ME war tensions mount over Gaza-bound „enemy ships.“ Hizballah pledges reprisal

Große Worte, aber solange Nasrallah nicht sicher weiß, daß seine Herren in Teheran und Damaskus im Falle eines Krieges gegen den zionistischen Erzfeind tatsächlich die Oberhand behalten, weil sie doch noch rechtzeitig die geheime Superwaffe finden, wird er den Teufel tun und die IDF ohne Not zu einem Besuch in seinen Führerbunker einladen.

After all, Hezbollah doesn’t want war right now; it can’t afford another conflict like 2006. To be sure, Nasrallah’s management of what he calls the divine victory counts as one of the most brilliant campaigns in the history of information warfare. A man bunkered for the rest of his life has convinced the world that he won while his wardens lost.

Bloß wieder auf die Medien vertrauen wäre aber in einem Kampf, in dem es für den Gegner nicht um die Fortführung der Politik mit anderen Mitteln und damit auch um das internationale Ansehen, sondern mal wieder um das nackte Überleben geht, schon ziemlich mutig. Denn diesmal wird es kein von ein paar kleineren Scharmützeln gefolgtes Feuerwerk wie noch 2006 geben, sondern das ganz große Programm von 1982. Da werden nach Nasrallahs Klopfen nicht Ephraim Kishons „zionistische Jammergestalten“ die Tür öffnen, sondern seine „halbnackten Gladiatoren“.

Und nur weil man mit SCUD-Raketen Zivilisten terrorisieren kann, heißt das noch lange nicht, daß man damit auch Kriege gewinnt, was mit Saddam Hussein schon weit gefährlichere Zeitgenossen feststellen mußten. Wenn die Israelis davon ausgehen, im Falle eines Krieges mit Syrien binnen 5 Tagen vor Damaskus zu stehen und Assads Schreckensherrschaft ein für allemal ein Ende zu setzen (was selbst unseren Internetcafe-Diktator noch rechtzeitig zum Nachdenken bringen könnte), dann wird sich die aller Aufrüstung zum Trotz immer noch vielfach schwächere Hisbollah sehr genau und vor allem lange genug überlegen, ob sie für ein untergehendes fremdes Regime wirklich bis zum letzten libanesischen Schiiten kämpfen soll.

But of course, Lebanon’s Shia are like all other men—they bleed and die and know when they have been decimated. For instance, during Israel’s war with Gaza in the winter of 2008 to 2009, when a small quiver of rockets was fired against Israel from southern Lebanon, Shia left their homes in droves fearing Israeli retaliation. The Lebanese government was incapable of processing all the passport requests from southerners who wanted to leave the country and remove the targets from their heads for good. In spite of the quasi-hysterical pitch of Hezbollah’s rhetoric over the last few months, they will be careful about starting a war that may turn the Shia community of the south into permanent refugees.

Entscheidend wird jedoch sein, ob die Mullahs alles auf eine Karte setzen, weil sie inzwischen so kurz vor der Bombe sind, daß sie jetzt bereits den großen Endkampf gegen den untergehenden Westen führen zu können glauben, um das Spiel dann notfalls über die Zeit zu retten, oder ob man die Hisbollah nicht lieber für den Fall eines Scheiterns als letzte Karte im Ärmel behält, um nach einem knappen Überleben wenigstens noch ein bißchen mitmischen zu können.

As for Hezbollah’s sponsor in Tehran, the question is how the Islamic Republic conceives of its nuclear program. If a bomb is the regime’s grand prize and the historical patrimony of the Persian nation, then Tehran has no choice but to unleash Hezbollah in retaliation should the Israelis, or the United States, strike. However, if the Iranians conceive of the bomb as just one asset among others in the regime’s arsenal, then it may pause before spending Hezbollah, another expensive investment, at a moment when Israel’s response is likely to be particularly fierce.

Und „particularly fierce“ dürfte selbst für einen siegreichen Höhlenbewohner wie unseren Nasrallah am Ende des Tages dann doch ein bißchen viel sein.

(Hat tip: TPR)


Yasser Qashlak, einer der Hauptorganisatoren der libanesischen Gaza-Flottille, die in den nächsten Tagen in See stechen soll, hat in einem Interview mit dem Hisbollah-Sender al-Manar wüste Drohungen gegen Israel ausgestoßen.

„Ich hoffe, eines Tages werden diese Schiffe die europäischen Flüchtlinge [gemeint sind die Israelis] in ihre Heimatländer zurückbringen. Ich rufe die Israelis dazu auf, das zu tun“, so der palästinensische Geschäftsmann. „Gilad Shalit muss nach Paris zurückkehren, und der Rest der Mörder muss nach Polen zurückkehren.“

Qashlar nannte den Staat Israel einen „leprainfizierten Hund, der in die Region geschickt wurde, um den Arabern Angst zu machen“, und ließ die Bürger Israels wissen, dass sie nicht an die „Illusion eines Friedens, wie sie von modernen arabischen Führern“ geschaffen worden sei, glauben sollten: „Selbst wenn unsere Führer Friedensabkommen unterzeichnen, werden wir sie nicht respektieren. Unsere Kinder werden nach Palästina zurückkehren.“

Wiederholt beschwor er: „Ich schwöre, wir werden die Zionisten überall auf der Welt für die Verbrechen verfolgen, die sie an unseren palästinensischen Brüdern begangen haben.“

Deutliche Worte, die auch eine Abgeordnete der Linkspartei oder ein schwedischer Schriftsteller sicher bedenkenlos unterschreiben kann, zumal es sich in der Sache ja nicht grundsätzlich von der eigenen Position unterscheidet. Und falls die Ausdrucksweise wieder Erwarten doch Anstoß wecken sollte, steht das der nächsten Mittelmeerkreuzfahrt trotzdem nicht im Wege, dann hat man das eben einfach wieder nicht mitbekommen. So ungewöhnlich wäre das ja nicht, die anderen Israelhasser ignorieren derlei Zitate ja auch konsequent, um das eigene Weltbild nicht zu beschädigen.


Women are the ’secret weapon‘

Organizer of flotilla: „thieving enemy“ won’t use arms against women.

Schade, daß man sich umgekehrt nicht darauf verlassen kann. Denn sonst könnte die IDF das nächste Mal einfach eine ausschließlich aus Frauen bestehende Spezialeinheit schicken, um die Schlägertypen der IHH in die Schranken zu weisen. Aber macht nichts, zum Glück sind die Islamisten eh zu blöd, von ihrer „Geheimwaffe“ mal richtig Gebrauch zu machen:

Hezbollah banned Lebanese singer Haifa Wehbe’s request to join flotilla on grounds that her ’nudity, degradation and immodest dress‘ would shame passengers


Das Ende der Blockade ist also eine reine Frage der Vernunft. Zumal es Alternativen gibt. Niemand denkt daran, die Grenzen Gazas zu Israel und Ägypten so zu öffnen wie die zwischen Straßburg und Kehl. Die EU hat längst angeboten, sich an effektiven Grenzkontrollen zu beteiligen. Ladungen würden durchleuchtet und durchsucht: Raketen und Granatwerfer bitte beim Zoll abgeben.

Man fragt sich unwillkürlich, an welche Art von Kontrolleuren der Autor beim Schreiben seines Textes gedacht hat. Vielleicht an jene Vollprofis, die heute auf Steuerzahlerkosten Urlaub im Hotel in Ashkelon machen, weil es ihnen in Gaza selbst zu heiß geworden ist? Die Schiffchen, die vor der libanesischen Küste dümpeln, damit die Besatzung wenigstens einen Yachturlaub im Mittelmeer bekommt, wenn sie dort schon keine ernsthaften Kontrollen durchführen darf? Ihre Kollegen an Land, die die Wiederbewaffnung der Hisbollah im Südlibanon schon seit 4 Jahren nicht zu verhindern in der Lage sind? Oder gar deren Kameraden an der Grenze zu Syrien, die nur deswegen nicht von ihren Grenzposten türmen können, weil sie sie erst gar nicht beziehen?

Es wäre jedenfalls interessant zu erfahren, welche Garantien dem verantwortlichen Redakteur so vorschweben, um die israelische Regierung zu überzeugen, daß sich ein Debakel wie die bisherigen EU/UNO-Kontrollen nie mehr wiederholen wird, und diesmal alles, aber auch wirklich alles anders wird. Aber das sind wohl nur Detailfragen, über die sich große Denker keine Gedanken machen müssen. Hauptsache, Bibi unterschreibt die Kapitulationsurkunde, dann wird der ZEIT sicher noch rechtzeitig was einfallen. Und wenn nicht, macht’s auch nix. Die Raketen schlagen ja schließlich nicht im eigenen Verlagshaus ein.


Das waren noch Zeiten:

Allies invade Syria and Lebanon

Und Bush hat sogar ein Alibi.

(Hat tip: iPhone World Book)


Klare Optionen zu Sinn und Zweck der Blockade des Fundamentalistenregimes in  Hamastan, die auch für schlichtere Gemüter überschaubar sein sollten:

Option 1 – ohne Blockade

Hezbollah in Lebanon, which shares a land border with Syria and is not under blockade, has a gigantic arsenal of rockets and missiles, more than most governments in the Middle East, and that arsenal includes missiles that can reach every single inch of Israeli territory, including Jerusalem, downtown Tel Aviv, Ben-Gurion International Airport, and the Dimona nuclear power plant. The next war between Israel and Hezbollah will likely mean missiles, artillery shells, and payloads from air strikes will explode all over the Eastern Mediterranean, making last year’s small war in Gaza look even smaller.

Option 2 – mit Blockade

Hamas has a relatively tiny arsenal of crude rockets, but if the Gaza Strip were not under military blockade, it could acquire whatever weapons Syria and Iran felt like sending by ship. Gaza could bristle with as many destructive projectiles as Hezbollah has. Food and medicines are allowed into the Strip already, so the most significant difference between Gaza now and a Gaza without a blockade will be the importation of weapons and war material.

Und jetzt dürfen uns die lieben Friedensaktivisten erläutern, was sie besser finden bzw. warum sie dann doch lieber Kriegsaktivisten sein wollen.