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Last month, a sword-brandishing Hugo Chávez marked the eighth anniversary of his return to power after an abortive coup by addressing thousands of government-backed paramilitaries. “You should be ready to take up arms at any moment and give your lives if necessary for our nation’s independence and the socialist revolution,” roared the Venezuelan leader. The reported 35,000 militia members represent an effort by Chávez to create his own version of Iran’s Revolutionary Guards (who are committed to defending the theocratic dictatorship in Tehran). They effectively serve as a government security force. Chávez is relying on them to frighten and subjugate his domestic opponents.

Klar, wenn Machmud welche hat, muß Hugo natürlich ebenfalls welche haben. Ideologisch gefestigte Sturmtruppen wie die iranischen Revolutionsgardisten sind ja auch ’ne feine Sache, wenn man sich der Zuneigung des gemeinen Volks nicht mehr ganz so sicher sein kann wie das angesichts der eigenen Bedeutung für die Menschheit eigentlich angemessen wäre, und man auch der Loyalität des Militärs nicht so richtig trauen mag.

Weswegen der Despot von Welt auch immer diesen inneren Drang verspürt, sich zu den normalen Sicherheitsorganen, die für so profane Dinge wie den Schutz vor Kriminalität oder Invasionen zuständig sind, noch eine dem Führer bzw. der Partei verpflichtete Miliz zuzulegen, die sich nicht um irgendwelche Regeln kümmern muß außer der, daß man auf politische Gegner nur dann nicht einprügelt, wenn man auch auf sie schießen kann.

Der Popularität unseres Caudillos in „fortschrittlichen“ Kreisen wird aber auch diese revolutionäre Neuerung im Sozialismus des 21. Jahrhunderts erfahrungsgemäß sicher wieder nichts anhaben können. Kein Pazifist wird Hugolino deswegen jetzt weniger liebhaben. Kalaschnikows sind ja auch keine Kriegswaffen, sondern Folklore. Und wenn schon der Kaffee knapp wird, dann soll es wenigstens nicht an Zinnsoldaten mangeln.

Hugo leuchtet blau


Soviel zur Freiheit in Venezuela. […] Der Import oder Verkauf von „Killerspielen“ wird von nun an mit 3 bis 5 Jahren Gefängnis bestraft. Chavez selbst nannte bereits alle Spiele, „in denen man Städte bombardiert“ Teil einer „kapitalistischen Strategie, Gewalt zu säen und dann Waffen zu verkaufen.“

„Diese Spiele, die PlayStation genannt werden, sind Gift. Einige Spiele bringen dir bei, zu töten. Sie haben mal mein Gesicht in ein Spiel gesetzt. ‚Du musst Chavez finden und ihn töten.‘, hieß es dabei.“

Hm, demnach hat Chavez früher wohl selbst zu viel Killerspiele mit Uribe-Mod gespielt, bei denen er die Pixelmonster vorher mit dem Konterfei seines kolumbianischen Amtskollegen versehen hat. Aber vielleicht liegt genau da eine mögliche Kompromißlinie: Man fügt dem Gesetz einfach eine Ergänzung hinzu, nachdem Spiele, bei denen man in die Rolle des unlaublichen Hugolino schlüpft (alternativ sind auch Duke Putin, Machmud McClane, Super-Kim oder der Fidelator zulässig) und solange man darin ausschließlich auf legitime Ziele (also beispielsweise Präsidenten der Gringos, jüdische Affen und Schweine oder ausbeuterische Unternehmer) schießen kann, von dem Verbot ausgenommen werden. Dann wird das Bedürfnis nach Ballerspielen wenigstens pädagogisch wertvoll umgesetzt.