Tag Archive: Blair


Blair is back!


Hab ja gerade wenig Zeit zum Schreiben, aber zum Glück ist das diesmal auch gar nicht nötig, denn ein alter Bekannter meldet sich in Bestform zu Wort und sagt alles, was gesagt werden muss:

„I say this to you with all of the passion I possibly can – at some point the West has to get out of what I think is a wretched policy or posture of apology for believing that we are causing what the Iranians are doing, or what these extremists are doing,“ he said. „We are not. The fact is they are doing it because they disagree fundamentally with our way of life and they’ll carry on doing it unless they are met by the requisite determination and if necessary, force.“

Und er weiß nun wirklich wovon er redet, denn mit den fatalen Folgen des negativen Einflusses der notorischen Unruhestifter in Teheran musste er sich bereits an anderer Stelle herumschlagen:

From his experience as Middle East peace envoy, Blair said, „…the impact and the influence of Iran is everywhere. It is negative, destabilizing, it is supportive of terrorist groups and it is doing everything it can to impede progress in the Middle East process.“

Und damit niemand vergisst, dass ein europäischer Sozialdemokrat weit härtere Töne anschlagen kann als ein US-Präsident oder ein israelischer Likudnik, gleich noch ein Goodie hinterher:

Blair said bluntly that US President Barack Obama is „too soft“ with Iran. His critical remarks were directed equally at the Netanyahu government in Jerusalem, which closely aligns its Iran policy with that of Washington.

Was mich mal wieder daran erinnert, dass ich Blair als Regierungschef genauso vermisse wie Bush. Und mich gleichzeitig darin bestätigt, einen Satz von ihm zum Motto dieses Blogs erkoren zu haben.


Wenn es einen ernsthaften Grund gibt zu behaupten, daß George W. Bush nicht der großartigste Politiker der letzten Dekade war, dann den, daß es da eine einzige Person gibt, die ihm diese Position tatsächlich streitig machen könnte. Sollte ich mir demnächst mal wieder ein Buch kaufen, weiß ich jedenfalls schon welches.


Ach, da wird man richtig wehmütig, wenn man diese Zeilen liest:

[…] the most important factor behind Israel’s diplomatic isolation, it seems to me, is the current American administration. Imagine that Dubya or John McCain were president. Would the flotilla incident have occurred? I doubt it. When Bush was president, Israel’s enemies knew with certainty that the White House would support Israel’s right to defend herself against provocation. American strength not only guaranteed Israeli freedom of action, it deterred a lot of devious behavior.

Und bei jener Meldung träumt man auch von vergangenen Zeiten:

Blair: ‚I am 100% on Israel’s side‘

Kommt einem im Rückblick wie ’ne gefühlte Ewigkeit vor, aber Obama und seine unterwürfigen Irrealisten haben tatsächlich nicht mal 1 1/2 Jahre gebraucht, um die Position Amerikas und Israels so weit zu ruinieren, daß selbst die Amateurislamisten eines einstmals treuen NATO-Verbündeten inzwischen glauben, den Westen ungestraft herauszufordern zu können.

Wenn das die schöne neue Welt ist, die uns die Change-Apostel versprochen haben, dann will ich meine beschissene alte wieder haben. Die war mitunter zwar ebenfalls unschön, aber sie war es wenigstens auch für die andere Seite.


Die Invasion war notwendig: Wie sein Vorgänger Blair hat auch der britische Premier Brown den Krieg im Irak verteidigt – und ließ im Untersuchungsausschuss alle Vorwürfe an sich abprallen. Anders als Blair fand er jedoch warme Worte für die Opfer des Einsatzes.

Nett von ihm. Aber eigentlich nicht sein Job. Denn wenn sich schon jemand für die getöteten britischen Soldaten entschuldigen sollte, dann ja wohl die Islamisten und Faschisten, die sie getötet haben. Wenn der SPIEGEL aber auf so was steht, kein Problem. Denn nach dieser Logik sind jetzt all die Kriegsgegner und Realpolitiker an der Reihe, sich bei den Angehörigen der hunderttausenden von Irakern zu entschuldigen, die nur gestorben sind, weil man mit dem Sturz Saddam Husseins so lange gewartet hat. Und das schließt Nachrichtenmagazine, die lautstark gegen die Befreiung des Irak getrommelt haben, ausdrücklich mit ein.