Tag Archive: Achmadinedschad


Schön (und) dumm


And it turns out that when it comes to a U.N. beauty contest, Mahmoud Ahmadinejad beats Barack Obama every time. Twenty-four countries walked out of Ahmadinejad’s speech yesterday. Another 168 remained in their seats, including those virtuous Scandinavians.

So erschreckend das Zahlenverhältnis auch sein mag, so ist es doch ausgesprochen aufschlußreich. Denn es sagt eigentlich schon alles, was man erstens über Obama, zweitens über die UNO, und drittens über den Kuschelkurs gegenüber Diktatoren ganz allgemein wissen muss. Nur den Skandinaviern wird es vielleicht nicht ganz gerecht. Die haben ja immerhin noch ABBA.


Iran agrees ‚in principle‘ to Brazil’s mediation

Soll heißen, Achmadinedschad freut sich schon darauf, daß binnen kurzem die ersten Staatsmänner im Westen begeistert darauf anspringen und „Anzeichen von Dialogbereitschaft“ in der iranischen Führung wahrnehmen werden, die dann zweifellos wieder ausreichen, um die nächste Sanktionsrunde bis zum Ausloten der Erfolgschancen neuer Verhandlungen zu verschieben.

Das könnte den Mullahs angesichts des lächerlichen Umfangs besagter Sanktionen ja eigentlich egal sein, aber wahrscheinlich macht es ihnen neben der nicht unininteressanten Information, ob die Intelligenzkurve des Feindes weiter nach unten zeigt, inzwischen einfach Spaß, von Zeit zu Zeit auszuprobieren, ob die ausländischen Bettvorleger noch brav durch den brennenden Reifen springen.

Gerüchten zufolge haben sie da in Teheran sogar eine Wette laufen. Der Mullah, der die Zeit, bis sich der erste Appeasementtrottel zu Wort meldet, am genauesten einschätzt, hat gewonnen. Zulässig sind Zahlen von 1-99. Nachdem bisher aber immer einstellige Werte gewonnen haben, wurden die ursprünglich verwendeten Tage durch Stunden ersetzt. Es soll ja spannend bleiben.


UN veto power ’satanic tool‘ – Ahmadinejad says rights given to 5 nations instrument of suppression.

Wo er recht hat, hat er recht. Sogar er. Die demokratischen Staaten sollten in der UNO tatsächlich gleichberechtigt sein. Und Diktaturen sollten nun wirklich kein Vetorecht haben, um Sanktionen gegen Terrorregime zu behindern oder sich auch nur selbst vor einer Verurteilung wegen der Unterdrückung der eigenen Bevölkerung zu schützen. Oder hat er das jetzt anders gemeint?


Iran has struck a secret deal with Zimbabwe to mine its untapped uranium reserves in a move to secure raw material for its steadily expanding nuclear programme.

Da müßte die nächste Menschenkette dank des Zusammenschlusses der Atomkraftgegner mit den Kollegen von Friedensbwegung, Amnesty International und Attac ja locker bis zum Nordkap reichen. Also zieht Eure Parkas gar nicht erst aus, ruft die Kumpels an und hakt Euch unter: Hier gibt’s was zu demonstrieren, wovon Ihr noch Euren Enkeln an langen Winterabenden erzählen könnt. Vor allem, weil Eure Enkel, sofern Ihr den Mann links im Bild nicht rechtzeitig stoppt, besagte Winterabende möglicherweise gar nicht mehr erleben werden. Und das hat jetzt nichts mit der globalen Erderwärmung zu tun. Sondern nur mit einer punktuellen. Da wird’s dann allerdings richtig heiß.


Weil er’s kann:

Im Atomstreit provoziert Iran ein weiteres Mal die internationale Gemeinschaft: Teheran stellte am Freitag neue Zentrifugen zur Urananreicherung vor – sie sollen deutlich schneller arbeiten als die bisher verwendeten.

Und daran wird sich auch so schnell nichts ändern, solange ihm nicht endlich jemand einen Maulkorb anlegt.

Aber vielleicht sollte man das ganze einfach mal positiv sehen: Je mehr Geld das Regime in Teheran in sein Atomprogramm steckt, desto mehr kann man nachher auch kaputtmachen. Und da auch die Mullahs nicht über unbegrenzte Resourcen verfügen, könnte sich genau das am Ende als nicht unerheblicher Vorteil herausstellen.

Vorausgesetzt natürlich, es findet sich noch rechtzeitig jemand, der dann das mit dem Kaputtmachen übernimmt…