Category: Finanzen



Stoppt den durch blutsaugende Heuschrecken in Nadelstreifenanzug und mit dicken Zigarren in den dunklen Hinterzimmern der Finanzwelt organisierten heimlichen Transfer des hier erwirtschafteten Wohlstands in ferne Länder, die uns nichts angehen!

Es kann nicht sein, dass reiche Eliten, elitäre Reiche und andere Asoziale nur um der höheren Rendite willen ihr der Volksgemeinschaft entzogenes Geld dazu mißbrauchen, um irgendwo in Indien oder Brasilien Fabriken errichten zu lassen, während hier die Armen verelenden.

In der III. Welt werden eh nur Produkte hergestellt, die unseren eigenen Konkurrenz machen, während wir Millionen von Arbeitslosen haben. Globalisierung, Freihandel und Dauerwachstum im Ausland bei gleichzeitiger Stagnation im Inland müssen endlich ein Ende haben!

Deshalb: Spitzensteuersatz rauf und Goldspeicherpegel runter! Je weniger Spielgeld die Investoren haben, desto geringer ist der Anteil, der außer Landes geschafft wird, und desto mehr bleibt hier, was wir an die wirklich Bedürftigen – sprich: unsere Wähler – verteilen können.

Die da unten können ja selber sparen. Wir müssen nicht den eigenen Wohlstand verschenken, nur damit andere schneller aufholen. Wir haben auch Jahrhunderte gebraucht, da müssen die das nicht in Jahrzehnten schaffen, sondern sollen gefälligst warten, bis sie dran sind.

Ok, mit so einem nationalegoistischen Touch kann man das natürlich nicht sagen. Aber vielleicht so. Oder so. Oder so.


Spekulationssteuer: SPD plant erstes EU-weites Volksbegehren

Supi, liebe Sozis. Da habt Ihr den Stammtisch sicher auf Eurer Seite. Aber wenn das gesunde Volksempfinden die Spekulanten erst mal erfolgreich gestoppt hat, findet das Volk vielleicht Geschmack daran, die Parlamente öfter mal zu entmachten, und zwar auch in Fällen, in denen Sigmar Gabriel das vorher nicht ausdrücklich genehmigt hat.

Über kurz oder lang (wohl eher aber kurz) kommt dann nämlich der erste Populist und fragt mal nach so interessanten Dingen wie dem Abzug aus Afghanistan, der Einführung der Todesstrafe, dem Aufenthaltsrecht von Ausländern oder dem EU-Beitritt der Türkei. Und dann merkt sogar Ihr, daß man neue Besen nicht nur zum Kehren verwenden kann.


Die Wortmeldungen der 5-Mark-pro-Liter-Fraktion buchen wir hingegen mal unter „zeitlose Komik“ ab:

Das alles spreche für steil steigende Ölpreise. Rekordpreise von mehr als 150 Dollar pro Fass und Benzinpreise von mehr als zwei Euro pro Liter seien „wahrscheinlich“.

In der Grünen-Fraktion sorgen solche Ausblicke für Verärgerung. Die Spekulation von Banken und Hedgefonds richte einen immensen Schaden an, sagt Bärbel Höhn, stellvertretende Fraktionschefin der Grünen, SPIEGEL ONLINE. Besonders für die Mobilitätsfähigkeit von unteren Einkommensschichten habe die Ölspekulation weitreichende negative Folgen.

Aber wahrscheinlich lernt man auf grünen Baumschulen inzwischen bereits, daß 4,- DM mehr sind als 2,50 Euro.


Hamburg – Die hohen Rohstoffpreise entwickeln sich immer stärker zur Belastung für die Verbraucher. Der Ölpreis hat sich seit Januar 2009 mehr als verdoppelt – von knapp über 40 auf gegenwärtig 85 Dollar je Fass. Mittelfristig treibt das die Heizkosten und die Herstellungskosten vieler Produkte hoch – und damit letztlich die Verbraucherpreise. Auch der Benzinpreis hat kräftig angezogen: Um die Ostertage riss er an einigen Orten gar die 1,50-Euro-Marke.

Hab ich da irgendwas nicht mitgekriegt? Ist Obama zwischenzeitlich unbemerkt irgendwo einmarschiert? Oder hat er es genau deswegen unterlassen? Da gab es doch zu Bush’s Zeiten immer diesen merkwürdigen Zusammenhang, daß der Irakkrieg einerseits geführt worden sei, um den USA billiges Öl zu sichern, andererseits aber, weil Bush den Ölpreis für seine Kumpels aus der Ölindustrie künstlich in die Höhe treiben wollte.

Und jetzt steigt er einfach so? Seit Obamas Amtsantritt auf das doppelte? Ganz von alleine? Ohne Verschwörungstheorie und sinistre Absichten irgendwelcher Finsterlinge im Weißen Haus? Nur wegen irgendwelcher „Zocker“, die demnach offenbar Ende 2008 vom Himmel gefallen sind? Also das hätte ich von den Experten, die sich vor 7 Jahren so weit aus dem Fenster gelehnt haben, jetzt schon gerne mal genauer erklärt.

General McKinsey hat gesprochen


Was herauskommt, wenn man die behäbigen Verteidigungsbürokratien mal mit den kalten Augen einer nüchternen Unternehmensberatung betrachtet, kann man hier sehen. Es können so natürlich keine im Ernstfall bombenfesten Aussagen getroffen werden, aber der Ansatz, militärische Stärke zur Abwechslung mal mit Excel statt auf dem Schlachtfeld zu messen, ist zumindest interessant. Immerhin erspart es einer Armee möglicherweise, erst einen Krieg führen zu müssen, um herauszufinden, ob sie was taugt. Und dem Ausdruck „bang for the buck“ gibt es eine ganz neue, im wahrsten Sinne des Wortes treffende Bedeutung. Der Steuerzahler sollte sich diese aufschlußreichen Ergebisse jedenfalls mal genau ansehen.

(Gefunden bei DefensePool)


Die Ära der stabilen Währungen geht zu Ende. Weltweit fordern Ökonomen höhere Inflationsraten – um so die Staatshaushalte unauffällig zu entschulden. Doch die Politik des billigen Geldes ist kein eleganter Weg: Steigende Preise sind nichts anderes als kalte Enteignung.

Und es ist nicht nur eine Enteignung irgendwelcher unsympathischer Großgrundbesitzer, die es eh nicht besser verdient haben, sondern eine aller Bürger, und zwar aller im Sinne von „aller“. Da zahlt nämlich nicht nur der fette, zigarrenrauchende Kapitalist, sondern auch der gemeine Hartz IV-Proletarier, und letzterer zahlt eigentlich relativ sogar noch mehr, da er sein ohnehin bescheidenes Vermögen nicht in Aktien, Immobilien, Edelmetallen und Fremdwährungen in Sicherheit bringen kann.

Deswegen sollten gerade diejenigen, die gerne mal ein bißchen Inflation riskieren, weil sich mit der Gelddruckmaschine so schön Wahlen gewinnnen lassen, daran denken, daß es gerade ihre Wähler nicht sonderlich lustig finden würden, wenn ihnen, was für’s Portemonnaie de facto dasselbe bedeutet, die Steuern – und zwar ab dem Eingangssteuersatz! – um den entsprechenden Betrag erhöht, oder, um es noch deutlicher zu machen, mal eben die Löhne flächendeckend um ein paar Prozent gekürzt würden.