Category: Terrorismus



In vier Siedlungen im Westjordanland darf massiv gebaut werden. Die israelische Regierung reagierte damit auf einen Terroranschlag. Ein Rückschritt für die Nahost-Verhandlungen.

Genau, so geht’s ja nicht! Häuser bauen, nur um Kinder zu rächen, denen ein bißchen die Kehle durchgeschnitten wurde, ist völlig unverhältnismäßig. Wenn man schon unbedingt zu Steinen greifen muss, kann man sie schließlich auch auf Polizisten werfen. Damit kann man es sogar zum Außenminister bringen und die Verhandlungen am Ende vielleicht noch selber führen. Wenn das kein Fortschritt ist, was dann?

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Revolte gegen Gaddafi eskaliert zum Bürgerkrieg

Ja wie? Eskalation? Bürgerkrieg? Ohne einen vorherigen Einmarsch der Amerikaner? Das hat gar nicht zwingend etwas miteinander zu tun? Sollte das am Ende gar bedeuten, dass religiöse Differenzen, ethnische Spannungen und Clanrivalitäten gar nicht durch westliche Interventionen hervorgerufen werden, sondern durch religiöse Differenzen, ethnische Spannungen und Clanrivalitäten?

Upps, dann müssen die Opferzahlen des Irakkriegs nach der Lancet-Pleite aber wohl noch ein weiteres Mal drastisch nach unten korrigiert werden, denn ohne die Opfer des Milizenterrors durch die miteinander verfeindeten ethnischen und religiösen Gruppen bleibt nicht mehr allzu viel für die Amerikaner übrig, was man ihnen wegen ihres Kampfes gegen den Ba’ath-Faschismus bei allem bösen Willen noch halbwegs schlüssig zurechnen könnte.

Außer natürlich man vertritt die seit dem Fallen der arabischen Dominosteine nicht nur faktisch, sondern endlich auch politisch zunehmend unkorrekte Position, dass die USA mit dem Sturz von Saddam Hussein die Büchse der Pandora geöffnet hätten, weil der vorher mit harter Hand für Ruhe und Ordnung gesorgt habe, und dass das in irgendeiner Weise etwas positives gewesen sei (also sozusagen Massengräber mit Autobahnanschluss).

Dann allerdings sollte man jetzt auch nicht wegen eines angesichts von Völkermördern der Saddam-Klasse vergleichsweise harmlosen Clowns wie Gaddafi anfangen zu weinen. Denn selbst wenn der wollte, könnte er sich ohne den Zugriff auf Atomwaffen (die er ja auch nicht einfach so aufgegeben hat) nicht mal annähernd in jene Regionen morden, in denen Saddam Husseins Herrschaft vielen, die sich heute zu Wort melden, noch schützenswert schien.

Womit die Irakkriegsgegner aus der Libyendiskussion dann mal raus wären. Denn wie man sieht, argumentieren sie entweder skrupellos oder dumm. Wobei die Erfahrung zeigt, dass sie es natürlich problemlos schaffen werden, beides bei Bedarf miteinander zu verbinden.


Hizballah Prepares Detention Centers for 5,000 Opponents

Scheint im Libanon offenbar keine geeigneten Fussballstadien zu geben. Sonst würden sich unsere Medien, Intellektuellen und Aktivisten sicher ganz doll darüber empören. Aber wenn die Oppositionellen bloß ganz dezentral verschleppt werden sollen, gibt’s für echte Fans des politischen Strassenfussballs natürlich keinen Grund sich aufzuregen. Denn selbst wenn sich unter den potentiellen Opfern auch Kommunisten und Sozialisten befinden sollten, spielt das keine Rolle, solange sich nur die Täter antiwestlich genug gebärden.


Nach 9/11 verlor sich die Spur des Top-Terroristen zunächst. Später wurde bekannt, dass er nördlich der iranischen Hauptstadt Teheran unter einer Art wohlwollendem Hausarrest stand – zusammen mit Dutzenden, möglicherweise Hunderten Qaida-Kämpfern und ihren Familien, die vor der US-Invasion in Afghanistan im Dezember 2001 geflohen waren und von den Iranern an der Weiterreise gehindert wurden.

Doch nun ist Saif al-Adel zurück: „Es ist so gut wie sicher, dass Saif al-Adel freigelassen wurde, sich in der pakistanischen Provinz Nordwaziristan aufhält und als al-Qaidas Militärchef fungiert“

Komisch. Wenn ein Staat Top-Terroristen beherbergt, kontrolliert, ausrüstet und bei Bedarf in soziopathischen Dosen auf die Menschheit losläßt, wäre das früher selbst nach Ansicht eingefleischter Irakkriegsgegner Grund genug für eine legitime Kriegserklärung gewesen (sonst hätte bei deren hilflosen Argumentationsversuchen das angebliche Fehlen von Terror-Verbindungen des Saddam-Regimes nicht immer so eine zentrale Rolle gespielt).

Heute hingegen verkümmern derartige Verstrickungen, die damals noch für prominent plazierte Sensationsmeldungen gereicht hätten und möglicherweise vor dem UN-Sicherheitsrat gelandet wären, nur noch als emotionslos vorgetragene Nebensache in allgemeinen Artikeln über Klatsch und Tratsch aus der Terroristenszene.

Wenn dem Mullah-Regime aber nicht mal mehr dann Widerstand entgegengesetzt wird, obwohl es bereits Krieg gegen den Westen führen und seine Bürger töten läßt, dann sollten wir in Zukunft vielleicht wirklich Abstand von Vergleichen zu den 30er-Jahren nehmen. Sie wären gegenüber den Verfechtern des Appeasement, die wenigstens nach dem Ausbruch von offenen Kampfhandlungen den Ernst der Lage bemerkt hatten, nämlich tatsächlich noch unfair.


Hamas swears revenge for IDF attack that killed two members

Eine derartige Nachricht ist im Nahen Osten zwar nichts ungewöhnliches, illustriert aber im Zusammenhang mit der vorausgegangenen Meldung ganz hervorragend den tieferen (Irr)sinn des palästinensischen „Befreiungskampfes“:

IDF kills two in Hebron involved in Beit Hagai killings

Mit anderen Worten: Entweder die Israelis bekämpfen die Mörder israelischer Zivilisten, dann schwört die Hamas Rache, was wiederum bedeutet, daß sie weitere Zivilisten ermorden wird.

Oder aber die Israelis wehren sich nicht und lassen die Mörder unbehelligt. Dann ermordet die Hamas ebenfalls weitere Zivilisten, nur diesmal halt nicht aus Rache, sondern aus Prinzip.

Die Israelis haben die Wahl.


Bei einem US-Raketenangriff in Pakistan sind nach Angaben pakistanischer Geheimdienstler mehrere deutsche Islamisten getötet worden. Über die Zahl der Getöteten und die Hintergründe gehen die Angaben auseinander – auch die Bundesregierung wurde am Abend von der Nachricht überrascht.

[…] Seit dem vergangenen Sommer sickerte aus den Gruppen nach außen, dass einige der Kämpfer wohl am liebsten nach Deutschland zurückkehren würden. Der Verfolgungsdruck – auch durch Angriffe von US-Drohnen – hat stetig zugenommen.

Na sieh mal einer an! Die bösen, hinterhältigen Drohnen haben also was gutes? Sogar Islamisten haben es zunehmend weniger eilig, zu ihren 72 Jungfrauen zu kommen? Der Krieg gegen den Terror funktioniert mit anderen Worten am Ende doch? Ok, die Erkenntnis kommt vielleicht ein paar Jahre zu spät, aber der  SPIEGEL ist ja schließlich auch keine Tageszeitung.


Was ist der Unterschied zwischen einer Phosphorgranate?

Die böse wird von Israel im Gefecht mit Terroristen zum Erzeugen von Nebelwänden eingesetzt, was von den Vereinten Nationen als Kriegsverbrechen verfolgt wird.

Die gute hingegen wird von Palästinensern vorsätzlich auf israelische Zivilisten abgefeuert und ist damit für abgehalfterte Apartheid-Juristen uninteressant.

Das ist nicht lustig? Stimmt, ist es wirklich nicht.


Nahost: Luftangriffe überschatten Friedensgespräche

Hm, und ich hätte schwören können, das wären die Massaker an israelischen Zivilisten oder der andauernde Raketen- und Mörserbeschuß der letzten Tage gewesen. Aber so kann man sich täuschen.

Die israelische Armee hat im Gaza-Streifen einen mutmaßlichen Schmugglertunnel bombardiert. Zuvor sollen Palästinenser eine Rakete und mehrere Granaten auf Israel abgefeuert haben.

Schön, daß man wie üblich sicher weiß, was die israelische Armee so alles tut, und auch gleich das passende Foto zur Hand hat. Ganz besonders, da man es bei den Palästinensern ja offenbar mal wieder nur raten kann und sich daher auf vergleichsweise unbestimmte Berichte vom Hörensagen verlassen muß.

Doch wir wollen nicht meckern, etwas positives hat diese Art der Darstellung immerhin. Denn wenn es die israelischen Luftangriffe sind, die die Friedensgespräche überschatten, und die vorherigen Angriffe der Palästinenser möglicherweise gar nicht stattgefunden haben, scheidet Rache als Motiv diesmal wenigstens aus.

Und daß die rückständigen Juden in der Moderne ankommen, indem sie sich endlich von ihrem alttestamentarischen Vergeltungsdenken lösen, das ist doch mal eine gute Nachricht. Und da sage noch mal jemand, der SPIEGEL berichte unausgewogen oder gar mit antiisraelischen Untertönen über den Nahostkonflikt.


…kommt sowas dabei raus:

Hunderte protestieren gegen westliche Truppen

In wenigen Tagen stimmen die Afghanen über ein neues Parlament ab, doch gewaltsame Proteste überschatten den Wahlkampf. Hunderte demonstrierten in Kabul, schleuderten Steine auf Polizisten und riefen „Tod den USA“. Mehrere Menschen wurden verletzt.

Mehrere Millionen Afghanen hingegen demonstrierten nicht; sei es, weil westliche Truppen zu ihren geringsten Problemen zählen, sei es, weil sie anders als die hier von al-Qaida und den Taliban zusammengekarrten Berufsdemonstranten kaum riskieren können, vom Recht auf freie Meinungsäußerung Gebrauch zu machen, ohne anschließend von deren Organisatoren massakriert zu werden. Nur war dummerweise wohl gerade kein SPIEGEL-Reporter in der Nähe, um darüber zu berichten. Naja, vielleicht klappt’s beim nächsten Mal.

9/11


Es gab mal eine Zeit, da ging beim Wählen von „911“ im Weißen Haus noch jemand ans Telefon:

„War has been waged against us by stealth and deceit and murder.  This nation is peaceful, but fierce when stirred to anger.  This conflict was begun on the timing and terms of others.  It will end in a way, and at an hour, of our choosing.“ (President George W. Bush, Sept. 14th, 2001)

Gerade weil wir solche Worte vom amtierenden Präsidenten nie hören werden, ist es heute mehr denn je angebracht, noch einmal an sie und denjenigen, der sie ausgesprochen hat, zu erinnern. Und weil doppelt besser hält, gleich noch einmal:

„The war on terror is not over; yet it is not endless. We do not know the day of final victory, but we have seen the turning of the tide. No act of the terrorists will change our purpose, or weaken our resolve, or alter their fate. Their cause is lost. Free nations will press on to victory.“ (George W. Bush May 1st, 2003)

(Hat tip: TvdOS)