Category: Lateinamerika


What are you talking about?


Fidel to Ahmadinejad: ‚Stop Slandering the Jews‘

A couple of weeks ago, while I was on vacation, my cell phone rang; it was Jorge Bolanos, the head of the Cuban Interest Section (we of course don’t have diplomatic relations with Cuba) in Washington. „I have a message for you from Fidel,“ he said. This made me sit up straight. „He has read your Atlantic article about Iran and Israel. He invites you to Havana on Sunday to discuss the article.“ I am always eager, of course, to interact with readers of The Atlantic, so I called a friend at the Council on Foreign Relations, Julia Sweig, who is a preeminent expert on Cuba and Latin America: „Road trip,“ I said.
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Fidel: ‚Cuban Model Doesn’t Even Work For Us Anymore‘
There were many odd things about my recent Havana stopover (apart from the dolphin show, which I’ll get to shortly), but one of the most unusual was Fidel Castro’s level of self-reflection. I only have limited experience with Communist autocrats (I have more experience with non-Communist autocrats) but it seemed truly striking that Castro was willing to admit that he misplayed his hand at a crucial moment in the Cuban Missile Crisis (you can read about what he said toward the end of my previous post – but he said, in so many words, that he regrets asking Khruschev to nuke the U.S.).
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Venezuela, under the benevolent and glorious leader Hugo Chavez (just ask Sean Penn and Cindy Sheehan), is a more deadly country than Iraq.

In fact, Sean Penn said that journalistas who even hint that Chavez is a dictator should be subject to prison terms. Such an enlightened man, that Sean Penn and Mr. Romero must be carefull….
How ever, the NYT(Yes this NYT) has the story…


Last month, a sword-brandishing Hugo Chávez marked the eighth anniversary of his return to power after an abortive coup by addressing thousands of government-backed paramilitaries. “You should be ready to take up arms at any moment and give your lives if necessary for our nation’s independence and the socialist revolution,” roared the Venezuelan leader. The reported 35,000 militia members represent an effort by Chávez to create his own version of Iran’s Revolutionary Guards (who are committed to defending the theocratic dictatorship in Tehran). They effectively serve as a government security force. Chávez is relying on them to frighten and subjugate his domestic opponents.

Klar, wenn Machmud welche hat, muß Hugo natürlich ebenfalls welche haben. Ideologisch gefestigte Sturmtruppen wie die iranischen Revolutionsgardisten sind ja auch ’ne feine Sache, wenn man sich der Zuneigung des gemeinen Volks nicht mehr ganz so sicher sein kann wie das angesichts der eigenen Bedeutung für die Menschheit eigentlich angemessen wäre, und man auch der Loyalität des Militärs nicht so richtig trauen mag.

Weswegen der Despot von Welt auch immer diesen inneren Drang verspürt, sich zu den normalen Sicherheitsorganen, die für so profane Dinge wie den Schutz vor Kriminalität oder Invasionen zuständig sind, noch eine dem Führer bzw. der Partei verpflichtete Miliz zuzulegen, die sich nicht um irgendwelche Regeln kümmern muß außer der, daß man auf politische Gegner nur dann nicht einprügelt, wenn man auch auf sie schießen kann.

Der Popularität unseres Caudillos in „fortschrittlichen“ Kreisen wird aber auch diese revolutionäre Neuerung im Sozialismus des 21. Jahrhunderts erfahrungsgemäß sicher wieder nichts anhaben können. Kein Pazifist wird Hugolino deswegen jetzt weniger liebhaben. Kalaschnikows sind ja auch keine Kriegswaffen, sondern Folklore. Und wenn schon der Kaffee knapp wird, dann soll es wenigstens nicht an Zinnsoldaten mangeln.


Der US-Regierung wurde ein Bericht über die iranischen paramilitärischen Aktivitäten in der westlichen Hemisphäre vorgelegt. Die islamischen Revolutionsgarden sollen beispielsweise ihr Kontingent in Venezuela weiter erhöht haben, und Lieferungen von Waffen und Sprengstoff an Taliban und andere Aufständische in Afghanistan arrangieren.

Und da sage noch mal jemand, die Führung in Teheran wäre nicht gesprächsbereit und würde sich dem Dialog verweigern. Sie verwenden dort nur eine etwas andere Ausdrucksweise. Wo Obama auf seinen unwiderstehlichen Charme und die erdbebenträchtigen Kleider seiner Frau vertraut, lassen die Mullahs eben die Waffen sprechen. Halt jeder wie er kann. Und abwarten und zuschauen ist schließlich auch eine Strategie.


Oha, ab heute also nie mehr Chickenburger und zum Big Mac nur noch Salat:

Bizarrer Auftritt von Boliviens Staatschef Evo Morales: Beim alternativen Klimagipfel verkündete er, Hähnchen und Pommes Frites machten wegen Hormon- und Genbehandlungen homosexuell und führten zur Glatzenbildung. Der weltgrößte Exporteur von Hähnchenfleisch, Brasilien, reagierte prompt.

Es ist schon erstaunlich, wie die Idole der Linken die Ideale eben dieser Linken immer wieder mit Füßen treten können, ohne ihre Gefolgschaft dabei ernsthaft zu irritieren. Ganz gleich ob es um schwule Hühner, AIDS-Verschwörungen, religiöse Fanatiker oder die Liebe zum starken Mann geht – nichts kann reaktionär oder unwissenschaftlich genug sein, um nicht trotzdem noch als irgendwie progressiv wahrgenommen zu werden.

Wahrscheinlich liegt dieser Tatsache derselbe merkwürdige und kaum nachvollziehbare Mechanismus zugrunde, der auch dazu führt, daß die Linke die inländische Rechte zwar verabscheut, mit der Rechten aus dem Ausland aber immer deutlich besser zurecht kommt als die eigene Rechte das selber schafft. Mit Logik ist das wohl kaum zu erfassen, aber vielleicht kann’s mir ja trotzdem mal jemand schlüssig erklären.

Hugo leuchtet blau


Soviel zur Freiheit in Venezuela. […] Der Import oder Verkauf von „Killerspielen“ wird von nun an mit 3 bis 5 Jahren Gefängnis bestraft. Chavez selbst nannte bereits alle Spiele, „in denen man Städte bombardiert“ Teil einer „kapitalistischen Strategie, Gewalt zu säen und dann Waffen zu verkaufen.“

„Diese Spiele, die PlayStation genannt werden, sind Gift. Einige Spiele bringen dir bei, zu töten. Sie haben mal mein Gesicht in ein Spiel gesetzt. ‚Du musst Chavez finden und ihn töten.‘, hieß es dabei.“

Hm, demnach hat Chavez früher wohl selbst zu viel Killerspiele mit Uribe-Mod gespielt, bei denen er die Pixelmonster vorher mit dem Konterfei seines kolumbianischen Amtskollegen versehen hat. Aber vielleicht liegt genau da eine mögliche Kompromißlinie: Man fügt dem Gesetz einfach eine Ergänzung hinzu, nachdem Spiele, bei denen man in die Rolle des unlaublichen Hugolino schlüpft (alternativ sind auch Duke Putin, Machmud McClane, Super-Kim oder der Fidelator zulässig) und solange man darin ausschließlich auf legitime Ziele (also beispielsweise Präsidenten der Gringos, jüdische Affen und Schweine oder ausbeuterische Unternehmer) schießen kann, von dem Verbot ausgenommen werden. Dann wird das Bedürfnis nach Ballerspielen wenigstens pädagogisch wertvoll umgesetzt.