Category: Justiz



Weil jetzt sogar schon die GEW (das ist jene Organisation, die am lautesten schreit, wenn man den Schülern was beizubringen versucht, wenn die darauf gerade keinen Bock haben, weil das Abitur gefälligst aus der Steckdose zu kommen hat und Lernen nur was für konservative Eliteförderer mit reaktionärem Menschenbild ist) auf den Islam einprügelt, noch mal eine Klarstellung der jetzt offenbar auch auf der Linken zunehmend verzerrten Wahrnehmung der Realität:

Wenn der prügelnde Papa demonstrativ vor den Nachbarn in Handschellen aus dem Haus gezerrt wird, wenn die Mama auch gegen den Willen des Patriarchen zum Deutschkurs geht, wenn die Eltern nach mehrmaligem Fehlen ihrer Sprößlinge im Kindergarten sich das Sorgerecht für ihre Kinder temporär mit dem Jugendamt teilen müssen, wenn der in der Schule schwächelnde Nachwuchs nachmittags im Förderkurs büffelt statt auf der Straße herumzulungern, wenn der angehende Gangsta nach der zweiten gemeinsamen Gewalttat seine Kumpels wegen einer Kontaktsperre für die nächsten 6 Monate nicht mehr sieht, wenn der Macho-Gangleader vor der Webcam in rosa Unterwäsche Damenklos putzt statt im tiefergelegten 3er-BMW herumzucruisen, während die Perspektive seiner ehemaligen Gefolgsleute eine sichere Lehrstelle statt Hartz IV ist, dann spielt es schlicht und einfach keine Rolle mehr, ob zuhause aus dem Koran statt der Bibel gelesen wurde oder wie sich der alte Mohammed vor 1400 Jahren die Zeit vertrieben hat.


Die Kanzlerin distanziert sich von Thilo Sarrazin, räumt aber Defizite in der Integrationspolitik ein. Darüber müsse ohne Tabus und ohne einen Verdacht von Fremdenfeindlichkeit diskutiert werden – beispielsweise über die erhöhte Gewaltbereitschaft strenggläubiger muslimischer Jugendlicher.

Vielleicht sollte sie aber auch mal überlegen, über die erhöhte Gewaltbereitschaft jugendlicher Schulschwänzer, die nicht mal den Hauptschulabschluß schaffen, zu diskutieren. Oder über die erhöhte Gewaltbereitschaft Jugendlicher aus sozial schwachen Familien, deren Eltern seit Jahren arbeitslos sind. Oder über die erhöhte Gewaltbereitschaft Jugendlicher, die von ihren Eltern mißhandelt wurden. Oder über die erhöhte Gewaltbereitschaft Jugendlicher, deren kriminelle Freunde dickere Autos fahren als die nichtkriminellen Freunde. Oder über die erhöhte Gewaltbereitschaft Jugendlicher, die auch nach der zehnten Gewalttat noch keine ernsthaften Konsequenzen zu spüren bekommen haben. Oder einfach auch nur mal über die erhöhte Gewaltbereitschaft Jugendlicher, die ausschließlich Hosen tragen statt Röcke.

Vielleicht würde sich nach all diesen Diskussionen herausstellen, daß am Ende viel zu wenige strenggläubige muslimische Jugendliche übrig bleiben, über die es sich dann noch groß zu diskutieren lohnt. Und dann könnte man bezüglich der anderen Diskussionspunkte endlich mal handeln, anstatt immer nur drüber zu reden.


Sakine Mohammadi Aschtiani ist in Iran wegen Ehebruchs zum Tod durch Steinigung verurteilt. Nun soll sie zudem ausgepeitscht werden, weil die britische „Times“ ein Foto von ihr veröffentlicht hat, das sie unverhüllt zeigt. Das Problem: Auf dem Bild ist eine andere Frau zu sehen.

Da wird eine Frau nicht nur für etwas, daß kein Verbrechen ist, zum Tode verurteilt, und das auch noch auf eine besonders unmenschliche Weise, sie wird dann auch noch für etwas, das selbst wenn es zuträfe, nicht mal ein Vergehen wäre, zusätzlich zu brutalster Folter verurteilt, bevor man sie anschließend endgültig zu Tode quälen wird, und trotzdem sitzt der iranische Botschafter am Tag danach immer noch genauso fröhlich in Berlin wie seine EU-Kollegen in Teheran.

Machen wir uns nichts vor: Den Mullahs geht es bei diesem – juristisch ohnehin unhaltbaren – Fall ausschließlich darum, der eigenen Opposition wie auch der Weltöffentlichkeit zu zeigen, daß man erstens uneingeschränkten Zugriff auf die eigene Bevölkerung hat, daß man zweitens dem als Geisel genommenen eigenen Volk gegenüber zu jeder vorstellbaren wie unvorstellbaren Grausamkeit bereit ist, und daß drittens niemand diese Willkür zu verhindern in der Lage oder auch nur bereit ist.

Es wird höchste Zeit, sie in allen drei Punkten zu widerlegen. Denn wenn der Westen dieses Regime nicht stoppt, obwohl er es hätte tun können, wenn er es nur wirklich wollte, dann wird er in nicht allzu ferner Zukunft einen Preis dafür bezahlen müssen. Es wäre jedenfalls nicht das erste Mal, daß jemand, der meinte, die Probleme der Menschen in fernen Ländern würden ihn nichts angehen, wenig später vor den Trümmern der eigenen Existenz stand.