Category: Geschichte



Der Sparkassendirektor spricht und die Wellen der Empörung schlagen hoch:

Bundespräsident Wulff hat einen Nerv getroffen: „Auch der Islam gehört zu Deutschland“, befand er in seiner Einheits-Rede – nun wächst in seiner eigenen Partei der Unmut. Konservative Unionspolitiker warnen vor einer Gleichsetzung des Islams mit dem Christentum.

Doch bloß weil Wulff eine Fehlbesetzung ist und hier erwartungsgemäß nur eine Wischiwaschi-Wohlfühlrede gehalten hat, muß er nicht in jedem Punkt irren. Auch wenn die C-Parteien schäumen, aber der Islam gehört tatsächlich zu Deutschland, und – um einen anderen Wischiwaschiwohlfühlpolitiker zu zitieren – „das ist auch gut so“. Man sollte sich halt nur zusätzlich die Rede des anderen Bundespräsidenten (das ist der, der leider gegen Wulff verloren hat) in Erinnerung rufen, und der hat zum Thema folgendes wichtige zu ergänzen:

„Der Staat darf sich nicht selbst zur Disposition stellen, indem er die eigenen Normen nicht ernst nimmt“, sagte er. „Bei der Versorgung wollen selbst diejenigen integriert sein, die unsere Kultur ablehnen, sie sogar bekämpfen und denunzieren“, sagte Gauck. Dies sei „ein merkwürdiger Zustand und der kann nicht unbesprochen bleiben“, fügte er hinzu. „Wenn eingewanderte Familien sich noch jahrelang der Landessprache verweigern, dann werden alle Integrationsbemühungen scheitern“, sagte Gauck.

Dies sind Mißstände, die tatsächlich nicht unbesprochen bleiben können, und der Staat hat nicht nur das Recht, sondern auch die verdammte Pflicht, sie zu bekämpfen (dies gilt im übrigen ganz unabhängig von religiösen Fragen und es ist traurig, daß man es immer wieder extra hervorheben muß, weil zu viele meinen, daß es irgendwie liberal, tolerant und nett wäre, wegzuschauen, statt universelle und nicht verhandelbare Werte notfalls auch gegen den Willen illiberaler, intoleranter und weniger netter Zeitgenossen durchzusetzen).

Wird das aber getan, dann gibt es tatsächlich keinen Grund, dem Islam das Recht abzusprechen, genauso zu diesem Land zu gehören wie Christentum, Scientology oder die Episkopalkirche der vereinigten Atheisten. Das heißt ja nicht, daß dann gleich jemand eine Zeitmaschine baut, Karl dem Großen einen Turban auf den Kopf setzt und nachträglich das Heilige Islamische Reich deutscher Nation ausruft. Aber hier und jetzt leben nun mal Millionen von Muslimen, und gerade wenn Sarrazin recht behalten sollte, werden es sogar noch einige mehr.

Mit anderen Worten, wenn der Staat dafür sorgt, daß Muslime genau wie ihre christlichen Brüder und Schwestern, die inzwischen ebenfalls gelernt haben, sich vom Papst keine gesetzeswidrigen Anweisungen mehr zu holen, akzeptieren, daß im Konfliktfall Angela Merkel das letzte Wort hat und nicht Mohammed, dann spricht auch nichts dagegen, daß eines Tages mitten in Köln eine Moschee errichtet wird, deren Minarette höher sind als die Türme des benachbarten Doms. Und mit einem guten Architekten wird sie sogar richtig hübsch.

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One Step….


….the good old days. Remember way back when NASA focused on things like space and didn’t have to concern itself with the self-esteem of any particular religious group? Back when our Presidents understood that NASA’s charter was about exploring “The Final Frontier” and not radical religious alignment? For example: 41 years ago today


Wie weit sich einige der sogenannten Islamkritiker bereits vom ihren anfangs vielleicht tatsächlich mal vorhandenen westlichen Wurzeln entfernt haben, kann man auf schaurige Weise an der folgenden intellektuellen Zeitreise zurück in die ethnisch reine Vergangenheit sehen, als „der Feind“ noch klar daran erkennbar war, daß er sich jenseits des Schlagbaums an der Grenze aufhielt, und Stammesgesellschaften noch eine feine Sache waren, weil nicht nur die bösen Muselmanen welche hatten, sondern man selber ja letztlich auch nicht groß anders dachte:

Die westliche Verteidigungsallianz NATO war ein Produkt des kalten Krieges. Während sie damals ein nützliches Werkzeug war, hat sich die Organisation bisher als vollkommen unfähig erwiesen mit der Flutwelle islamischer Aggression und der Invasion der Dritten Welt durch Massenimmigration umzugehen, welche die westliche Welt verschlingt.

[…] Die NATO hat mit ihren militärischen Aktionen in Serbien und im Kosovo die Islamisierung Europas aktiv unterstützt.

Die USA haben mindestens seit Woodrow Wilsons Lebzeiten versucht Europa und den Rest der Welt nach ihem Bild zu formen. Diese Politik beinhaltet das Niederreißen sozialer Stukturen und das Befördern von Masseneinwanderung aus der dritten Welt – das gleiche Programm, das die US- Eliten jahrzehntelang in Nordamerika vorangetrieben haben.

Einheimische Europäer müssen von ihren kulturellen Identitäten „geheilt“ werden. Die amerikanischen Eliten sind genauso daran beteiligt – vielleicht sogar noch stärker – wie ihre europäischen Amtskollegen innerhalb der EU und ihrer pro- arabischen Netzwerke.

[…] Die dümmlichen Politprojekte der westlichen Nationen in Irak und Afghanistan können nicht funktionieren; es ist einfach unmöglich „Demokratie“ zu exportieren, um islamische Stammeskulturen zurückzudrängen und es ist sinnlos das Leben junger Männer und wichtige Ressourcen bei diesem Versuch zu verschwenden, während das Gesetz der Scharia sich im Westen ausbreitet – ohne Gegenwehr und oft unter Beifall der westlichen Obrigkeit

[…] Derzeit ist es Politik aller NATO Mitgliedstaaten, von Kanada bis zu den Niederlanden, die Islamisierung der westlichen Länder zu befördern. US General Wesley Clark, der die NATO Bombenangriffe auf christliche Serben im Kosovo befehligte, erklärte 1999 rundweg, es gebe im modernen Europa keinen Platz für ethnisch homogene („ethnic pure“) Staaten. Das sei eine Idee des 19. Jahrhunderts und man versuche eben diese Idee so abzuändern, dass sie ins 21. Jahrhundert passe, was multiethnische Staaten zur Folge habe.

[…] Ist die multikulturelle Doktrin noch immer das Leitbild der NATO Politik – christliche Europäer vernichten, wo auch immer sie anstatt „multiethnischen Staaten“ leben? Wenn das so ist, wer beschützt uns dann vor der NATO?

Daß der Text vom einschlägig bekannten Fjordman stammt und hier nur übersetzt wurde, macht es angesichts der kommentarlosen Weiterverbreitung der dahinter stehenden Ideen nicht besser, denn hier ist die ursprüngliche Kritik an den Auswüchsen des islamischen Fundamentalismus über den Durchlauferhitzer der Islamkritik inzwischen zum bloßen Muslimbashing oder gleich zur generellen Einwanderungsfeindlichkeit degeneriert, die sich so auch bei harten Rechtsextremisten findet (wenn auch nicht bei den ganz harten, die haben die Islamisten ja wieder ganz doll lieb).

Man bekommt jedenfalls den Eindruck, daß der Betreiber der Seite nicht mal ansatzweise verstanden hat, was viele der von ihm verlinkten Blogs – darunter auch dieses hier – überhaupt antreibt (kleiner Tip: der „Kreuzzug für die Demokratie“ hat nichts mit Kreuz zu tun, aber umso mehr mit dem von ihm verlachten Demokratieexport). Jedenfalls sollte er bei pauschaler Zustimmung zu Fjordmans kranken Thesen ernsthaft darüber nachdenken, seine Blogroll vielleicht mal einem kleinen Revirement zu unterziehen. Nicht daß es da zu inliebsamen Mißverständnissen kommt.

Was ist nur mit den Deutschen los?


Nach Jahren, ach, was sage ich, Jahrzehnten des Rumpelfussballs, in denen sich die deutsche Elf durch den Kampf zum Sieg quälte (und den Zuschauer, der von leichtfüßigen Lateinamerikanern, spritzigen Südeuropäern oder spielfreudigen Afrikanern träumte, gleich mit), liefern sie plötzlich einen mitreißenden Angriffsfußball ab, der geradezu geniale Spielzüge mit endlich auch einmal balltechnischer Brillianz kombiniert, und sogar einem Dauernörgler am deutschen Fußball wie mir ein anerkennendes Staunen abnötigt.

Dagegen stand gestern eine Mannschaft, die seit Beginn der WM im wesentlichen von der vergeblichen Hoffnung lebt, daß dieser selbst eher an deutsche Verteidiger der 80er-Jahre erinnernde Brecher namens Rooney (irgendein respektloser Witzbold hat diesen Grobmotoriker tatsächlich mit einem Genie wie Messi verglichen) auch mal ein Tor schießt, von vorneherein auf verlorenem Posten, und zwar auch ohne, daß der ohnehin bereits nicht besonders gut geratene Schiedsrichterjahrgang 2010 vorher noch im Ergebnis drin rumpfuscht.

Denn machen wir uns nichts vor: Auch mit dem zu Unrecht nicht gegebenen 2:2 (sagen wir, wir lassen diese leidige Geschichte mit Wembley ab jetzt einfach ruhen und sind endlich quitt) wäre nicht plötzlich eine Schar Engel vom Himmel herabgestiegen und hätte die gewohnt einfallslos und behäbig wirkenden Kicker ihrer Majestät in vor Ideen nur so sprühende begnadete Fußballkünstler verwandelt. Auch ein Gegentor mehr hätte weder an der klaren taktischen wie spielerischen Überlegenheit von Jogis Mannen noch an der Buchung der Heimflugtickets irgendwas geändert.

Und seien wir mal ehrlich: Es trifft ja keinen Unschuldigen. Der britische „Kick and Rush“ ist zusammen mit dem Catenaccio italienischer Prägung schließlich das einzige, was über all die Jahre noch unansehnlicher war als die Darbietungen traditioneller teutonischer Ballmißhandlung, auch wenn das für Leute, die es schon als Ausdruck spielerischer Finesse betrachten, den Ball nicht einfach nach vorne zu dreschen, sondern gezielt in die Flügel zu spielen, damit von da dann eine Flanke den Kopf des Stürmers trifft, zugegeben nicht einfach nachzuvollziehen ist. Wenn ich schwitzenden Kraftsportlern bei ihrem Kräftemessen zuschauen will, dann sehe ich mir einen alten Sandalenfilm an, im Fußball aber erwarte ich schon ein etwas filigraneres Auftreten als bei den Hammerwerfern.

Macht aber nix, liebe Engländer, Kopf hoch und Unterlippe steif, denn wichtig ist unterm Strich doch nur, daß Ihr, wenn es wirklich darauf ankam, die entscheidenden Pokale – das Viertelfinale des Seelöwen-Cups im Jahre 1940, das Halbfinale bei der Wüstenmeisterschaft von El Alamain zwei Jahre später, und dann das 1944 in der Normandie ausgespielte Endspiel um die „Festung Europa“ – immer souverän geholt habt. Auch wenn Ihr auf dem Rasen jetzt verdient den kürzeren gezogen habt, die „ten German bombers“ bleiben trotzdem ein so zeitloser wie lustiger Megahit, und die Spitfire war sowieso schon immer viel hübscher als die Me-109.

Wir gewinnen halt die Fußballspiele, Ihr dafür die Weltkriege, damit sollten eigentlich beide Seiten leben können. Denn letztlich ist das ja auch eine durchaus sinnvolle Arbeitsteilung, von der alle profitieren: Die Welt, weil die Hunnen bei Ihren Eroberungszügen spätestens von Euch immer gestoppt werden, und die Zuschauer, weil der Höhepunkt des Weltfußballs mehr sein kann als ein häßliches 2:0, von dem eins dann ein noch häßlicherer Elfmeter ist. Solange die Krauts nur auf dem Fußball- und nicht auf dem Schlachtfeld gewinnen un das dann auch noch optisch ansprechend gestalten, ist jedenfalls alles im grünen Bereich.

Und jetzt drücken wir gemeinsam die Daumen, daß Ghana das Finale gegen Deutschland gewinnt. Dann sind wir alle ein bißchen Weltmeister: Ghana, weil es mehr Tore als Deutschland geschossen hat, Ihr, weil es immerhin mal Eure Kolonie war, und wir, weil wir ja auch ein bißchen zur Familie Boateng gehören.



Das waren noch Zeiten:

Allies invade Syria and Lebanon

Und Bush hat sogar ein Alibi.

(Hat tip: iPhone World Book)

D-Day June 6 2010



Für alle, die diesen Ort nicht kennen, das ist „The Good Fence“, also jener Grenzübergang zum Libanon bei Metulla, wo man einen Blick auf ein kleines Stück jenes Friedens erhaschen kann, der zwischen Israel und seinen arabischen Nachbarn möglich wäre, wenn diese nicht von Terroristen und Tyrannen in sinnlose Kriege gegen die einzige Demokratie des Nahen Ostens gehetzt würden.

Genauer gesagt, konnte man das. Inzwischen sieht es an der Grenze etwas anders aus. Denn als ich am Wochenende in Israel war und dort vorbeischauen wollte, erfuhr ich zu meinem Erstaunen, das dieser Grenzübergang schon lange nicht mehr existiert, und zwar nicht erst seit dem Libanonkrieg von 2006, sondern bereits seit dem Abzug der israelischen Armee aus dem Südlibanon im Jahr 2000.

Wo früher ungeachtet des offiziellen Kriegszustands libanesische Exportgüter zur Verschiffung nach Haifa gebracht wurden, fliegen heute bestenfalls Steine über die Grenze, und wenn sich dort jetzt Libanesen versammeln, dann nicht mehr, um wie einst zur Arbeit ins Nachbarland zu kommen, sondern um gegen Israel zu demonstrieren, was aus arabischer Sicht offenbar als Fortschritt gilt.

Und so steht dort heute anstelle der oben abgebildeten Touristenattraktion ein häßliches Metalltor, durch das man, wenn man nicht aufpaßt, ganz schnell einen ungewollten Open-End-Urlaub in den gastfreundlichen Verliesen der Hisbollah antreten kann. Was mal wieder zeigt, daß weniger die Präsenz der israelischen Armee dem Frieden im Nahen Osten entgegensteht als ihre Abwesenheit.


Die guten Umfragewerte des britischen Liberalen Nick Clegg schrecken die US-Politik auf. Er steht Brüssel näher als Washington, hält nicht viel von Kriegsfreundschaften – wenn er in die Regierung einzieht, muss sich Barack Obama auf rauere Töne einstellen.

Mit anderen Worten: Der Zauberlehrling hat gut aufgepaßt, was man jenseits des Atlantik nach dem Ausbruch des allgemeinen Weltfriedens von überkommenen alten „Kriegsfreundschaften“ hält.

[…] In Washington wird die Entwicklung mit Sorge beobachtet. Die Aussicht auf eine britische Regierung unter Beteiligung der US-kritischen Liberalen lässt bei einigen bereits die Alarmglocken schrillen. Dabei ist die Regierung Obama an der neuen britischen Kühle nicht unschuldig. Die Amerikaner selbst hätten die Idee der „Special relationship“ längst hinter sich gelassen, argumentiert Clegg. „Wenn die darüber hinweg sind, warum nicht auch wir?“

Und damit Vorhang auf für ein hervorragendes Beispiel jener brillianten Staatskunst, mit der Obama unter seinen Anhängern immer wieder Begeisterungsstürme erzeugt, weil er auf diese Weise die unter Bush so sehr beschädigten Beziehungen der USA zu ihren Alliierten ganz bestimmt verbessern wird:

Tatsächlich haben die Amerikaner die Beziehung noch nie so wichtig genommen wie die Briten. Und Barack Obamas Team tat sich von Anfang an besonders schwer mit der „special relationship“. Als der US-Präsidentschaftskandidat durch eine Europa-Reise im Sommer 2008 seine außenpolitische Eignung unterstreichen wollte, hielt er eine große Rede lieber in Berlin als in London – auch weil der britische Premier Gordon Brown Obamas Helfern damals als Auslaufmodell galt.

Da muß dann sogar der SPIEGEL schlucken, zumal er das, was er hier mit gehöriger Verspätung kritisiert, Obamas Amtsvorgänger sicherlich noch gleich am selben Tag genüßlich um die Ohren gehauen hätte:

Dieser Trend setzte sich mit dem Einzug ins Weiße Haus fort. Beim Antrittsbesuch Browns in Washington überreichte Obama seinem britischen Gast eine DVD-Sammlung – kein ausreichendes Gastgeschenk, monierte die Londoner Presse. Auch schickte Obama die Churchill-Büste an die britische Regierung zurück, die während der Bush-Jahre im Oval Office stand. Er ersetzte sie durch Büsten von Martin Luther King und Abraham Lincoln. Die Geste war pikant: Churchill war es gewesen, der den Begriff der „special relationship“ im Zweiten Weltkrieg geprägt hatte, als die USA und Großbritannien die freie Welt gegen die Nazis verteidigten.

Die wahren Probleme der Welt liegen nun mal in den „weichen“ Themen, da muß man halt ein Zeichen setzen. Was sind letztlich nordkoreanische Raketen gegen die Machenschaften der Wallstreet oder iranische Atombomben gegen die Bedrohung durch den Klimawandel? Deswegen erinnert sich ja auch heute keiner mehr an diesen komischen Churchill. Hätte der sich besser mal mit Sozialreformen oder der Entkolonialisierung beschäftigt anstatt sich im Kriegführen zu verzetteln und seinen Ruf durch Einmischung in die deutschen Angelegenheiten zu ruinieren.

[…] Laut Beobachtern in Washington hat Obama zur Entfremdung zwischen den Ländern selbst beigetragen. „Seine recht kühle Beziehung zu Mr. Brown, die einige als Kränkung empfundene Episoden enthielt, war ein Dauerthema in den britischen Medien“, schreibt die „Washington Post“.

Das wäre es wohl besser auch mal bei den deutschen Medien gewesen. Dann würden die Menschen hierzulande es sich beim nächsten Mal vielleicht überlegen, bevor sie noch mal leichtfertig an die nächste Siegessäule strömen.



Das Votum erzürnt einen engen Verbündeten: Ein US-Kongressausschuss hat trotz Warnungen aus dem Weißen Haus die Verfolgung von Armeniern im Osmanischen Reich als Genozid bezeichnet. Die Türkei droht mit massiven Konsequenzen – und bestellte sogleich ihren Botschafter zu Konsultationen nach Ankara.

Soso, die Türkei nimmt übel, weil der US-Kongreß es wagt, in dieser Angelegenheit den Begriff Genozid zu verwenden. Na, da fragen wir doch einfach einen Experten. Denn wenn sich jemand mit Völkermord auskennt, dann ja wohl er:

„Ich habe den Befehl gegeben — und ich lasse jeden füsilieren, der auch nur ein Wort der Kritik äußert — daß das Kriegsziel nicht im Erreichen von bestimmten Linien, sondern in der physischen Vernichtung des Gegners besteht. So habe ich, einstweilen nur im Osten, meine Totenkopfverbände bereitgestellt mit dem Befehl, unbarmherzig und mitleidslos Mann, Weib und Kind polnischer Abstammung und Sprache in den Tod zu schicken. Nur so gewinnen wir den Lebensraum, den wir brauchen. Wer redet heute noch von der Vernichtung der Armenier?“

(Adolf Hitler vor Offizieren am 22. August 1939)