Category: Antisemitismus



Man sollte halt auch dem Publikumsjoker nicht immer blind vertrauen:

Über 49 Prozent waren nach Ablauf der Sendung der Meinung „Ich stimme Grass vollkommen zu“, nur knapp 15 Prozent fanden „Grass ist zu weit gegangen“.

Das bedeutet, dass nur 15% der Zuschauer folgendes als „zu weit gegangen“ betrachten:

[…] Das Enfant terrible durfte der im Publikum befragte Nahost-Experte Michael Lüders geben, der Grass‘ „Grundaussage, dass Israel den Weltfrieden gefährdet“ als „absolut richtig“ bestätigte.

Das einzige, was noch erschreckender ist, ist wie der SPIEGEL dieses Ergebnis bewertet:

[…] Na, wer sagt’s denn? Auch beim Thema Israel – die Deutschen bleiben locker und zivilisiert.

Womit wir erstens wissen, was für unsere Leitmedien locker und zivilisiert ist, und zweitens, warum dieses Land es letztlich nicht wert ist, sich darüber aufzuregen.


Nicht nur Palästinenser demonstrieren hier gegen die Besatzung, auch einige Israelis sind gekommen, doch vor allem internationale Aktivisten wie Martin. Rund 10.000 von ihnen reisen jährlich ins Westjordanland, so schätzt das Ministerium für Statistik in Israel. Sie kommen aus Nordamerika und Europa, rund 900 aus Deutschland, sind meist zwischen zwanzig und vierzig Jahre alt. Im Sommer ist Hochsaison, denn dann ist Urlaubszeit.

Also das machen die Polit-Kiddies heutzutage während der Ferien! Hab mich schon gefragt, wo die alle geblieben sind. Früher gab’s ja noch diese Fernreisen nach Nicaragua, aber seit nach dem Zusammenbruch des Ostblocks nur noch die Reisernte in Nordkorea als Alternative bleibt, bei der man aber nie weiß, ob es dieses Jahr überhaupt eine gibt, haben die Sandalistas ein Problem bei der Urlaubsplanung.

Und nach Pakistan ins Boot Camp der Taliban ist dann doch nur was für die ganz Hartgesottenen, denn gegen die NATO zu demonstrieren mag ja noch cool sein, aber so richtig gegen sie zu kämpfen ist dann doch ein bißchen viel Action. Dann doch lieber israelische Soldaten ärgern, die tun einem wenigstens nicht wirklich was. Muß hierzulande ja keiner wissen, daß die zionistische Soldateska gar keine ist.


Bei einem Stadtteilfest in Hannover sollen Jugendliche eine jüdische Tanzgruppe attackiert haben. Sozialarbeiter vermuten aber nur eine spontane Aktion dahinter.

Ach so, das war nur spontaner Antisemitismus? Na, dann ist’s ja gut, der ist bekanntlich halb so schlimm. Nicht jede aus einer Laune heraus entstandene kleine Judenhatz ist gleich Grund zur Sorge, es endet ja auch nicht jedes Pogrom automatisch in einem Holocaust. So ein bißchen Volkszorn sollte man jedenfalls nun wirklich nicht dramatisieren. Sagen auch die Sozialarbeiter. Und die müssen es ja wissen.



Yasser Qashlak, einer der Hauptorganisatoren der libanesischen Gaza-Flottille, die in den nächsten Tagen in See stechen soll, hat in einem Interview mit dem Hisbollah-Sender al-Manar wüste Drohungen gegen Israel ausgestoßen.

„Ich hoffe, eines Tages werden diese Schiffe die europäischen Flüchtlinge [gemeint sind die Israelis] in ihre Heimatländer zurückbringen. Ich rufe die Israelis dazu auf, das zu tun“, so der palästinensische Geschäftsmann. „Gilad Shalit muss nach Paris zurückkehren, und der Rest der Mörder muss nach Polen zurückkehren.“

Qashlar nannte den Staat Israel einen „leprainfizierten Hund, der in die Region geschickt wurde, um den Arabern Angst zu machen“, und ließ die Bürger Israels wissen, dass sie nicht an die „Illusion eines Friedens, wie sie von modernen arabischen Führern“ geschaffen worden sei, glauben sollten: „Selbst wenn unsere Führer Friedensabkommen unterzeichnen, werden wir sie nicht respektieren. Unsere Kinder werden nach Palästina zurückkehren.“

Wiederholt beschwor er: „Ich schwöre, wir werden die Zionisten überall auf der Welt für die Verbrechen verfolgen, die sie an unseren palästinensischen Brüdern begangen haben.“

Deutliche Worte, die auch eine Abgeordnete der Linkspartei oder ein schwedischer Schriftsteller sicher bedenkenlos unterschreiben kann, zumal es sich in der Sache ja nicht grundsätzlich von der eigenen Position unterscheidet. Und falls die Ausdrucksweise wieder Erwarten doch Anstoß wecken sollte, steht das der nächsten Mittelmeerkreuzfahrt trotzdem nicht im Wege, dann hat man das eben einfach wieder nicht mitbekommen. So ungewöhnlich wäre das ja nicht, die anderen Israelhasser ignorieren derlei Zitate ja auch konsequent, um das eigene Weltbild nicht zu beschädigen.


Allen kritischen Meinungen zum Trotz profitieren die Vereinigten Staaten nicht so sehr vom Öl-Vorkommen des Irak wie oftmals angenommen.

[…] Russlands Lukoil zusammen mit der norwegischen Statoil bekam den Zuschlag für die Erschließung eines der größten Ölfelder im Süden des Irak – West Qurna. Damit sind insgesamt 15 ausländische Firmen mit der Entwicklung künftiger Ölquellen betraut worden. Amerikanische Unternehmen sind dabei klar in der Minderheit – anders als Verschwörungstheoretiker seit der amerikanisch geführten Invasion 2003 unkten.

Na und? Die Verschwörungstheorie hat ihren Zweck jedenfalls vollauf erfüllt. Ob sie stimmt, hat die Irakkriegsgegner schon damals nicht interessiert, da werden sie sich um die Widerlegung ihrer Behauptung auch nicht groß kümmern. Und hinterher will das eh kein Schwein mehr wissen. Hauptsache, man konnte das Engagement der USA diskreditieren, als es darauf ankam. Die meisten Leute wollen ohnehin keine Fakten, sondern nur die Bestätigung ihrer Ressentiments. Und wenn es nicht das Öl ist, dann sind es halt die Juden, wie Leser TheBrad um 06:57 feststellt:

Es ging im Irak vor allem darum:

– ein Land abzustrafen, welches den Dollar als Leitwährung ablehnte
und keine einzige Rothschild-kontrollierte-Bank im Land hatte

– einen Brückenkopf gegen den Iran zu schaffen und zur Kontrolle von Nahost (Geostrategie)

– einen Entlastungsangriff für Israel zu fühen.


Das ist die Schlagzeile, mit der der SPIEGEL den Leser auf die Untaten der zionistischen Soldateska einstimmt:

Soldaten erschießen flüchtenden Palästinenser

Das zum Artikel gehörige Bild zeigt im Vordergrund einen an dem Vorfall unbeteiligten kleinen Jungen, vermutlich, weil die Bilder von israelischen Grenzpolizisten, palästinensischen Erwachsenen oder Jerusalemer Autounfällen gerade aus waren.

Und passiert ist folgendes:

Israelische Grenzsoldaten haben am Freitag einen Palästinenser in Ost-Jerusalem getötet. Der Mann habe mit seinem Auto zwei Soldaten angefahren, sagte ein Sprecher der israelischen Polizei. Ein Grenzschützer sei leicht verletzt worden, der andere „schwerer“. Die Soldaten hätten dann auf den Mann geschossen, der zu Fuß geflohen sei und nicht auf Warnschüsse reagiert habe.

Aber die Medien versuchen natürlich in keinster Weise, irgendwie antiisraelische Ressentiments zu wecken.


Rabbi David Nesenoff who Taped Helen Thomas is now the jew of the month
Mr. David Nesenoff of New York is the cinematographer who taped Helen Thomas’s anti-Israel rant this week. The YouTube video of Thomas went viral and she was denounced far and wide, leading to her abrupt retirement from the White House Press Corps.

Now Rabbi Nesenoff is the recipient of torrents of hateful bile from anti-semites and Islam-Firsters who are outraged that Jews should be allowed to exist.
Rabbi Nesenoff is busily posting all of the hate mail to his site at Rabbi Live


Swedish Port Workers Union says won’t handle Israeli ships in protest of Monday’s raid on a Gaza-bound aid flotilla

[…] Peter Annerback, a spokesman for the Swedish Port Workers Union which has around 1,500 members, said workers are urged to refuse handling of Israeli goods and ships during the June 15-24 boycott.

Also 10 Tage lang nicht ABBA hören? Das wird hart!


“For a final solution, you cannot ignore Hamas. That’s what we are saying,” said Ambassador Namik Tan. “This is not the first time that we are trying to bring this into the discussion. We have told this to the Israelis, to our American friends, to our international interlocutors, everyone. How could you imagine a final solution without Hamas?”

Stimmt, kann man tatsächlich nicht.