Nur heißt er jetzt Obama oder Sarkozy und gehört auf einmal zu den Guten, deren neokonservative Kriegstreiberei plötzlich den Applaus von Tyrannentreffs wie UNO und arabischer Liga erhält, während grüne Politiker zum Kampf gegen den Autor des gleichfarbigen Buches aufrufen. Dafür macht Westerwelle den Schröder sowie den Bundestag zum Marktplatz von Goslar und spielt samt einer CDU-Kanzlerin in Zukunft lieber bei den Bösen mit.

Die letzten Wochen sind so verrückt, wenn man nicht wüsste, dass Gaddafi seine Finger drin hat, könnte man es kaum glauben. Da bloggt man jahrelang erfolglos gegen die Beratungsresistenz der veröffentlichten Meinung an, und dann kommt da ein kleiner Wüstenrevoluzzer und wirbelt binnen weniger Wochen weltweite Allianzen und unumstößliche Gewissheiten gleich im Dutzend durcheinander. Da kann man nur sagen „Respekt, Bruder Oberst!“