Und nicht nur Bush. Auch die verhaßten NeoCons sind wieder da. Denn allmählich scheint sogar dem Posterboy aller Realpolitiker und Friedensnobelpreisträger zu dämmern, dass es möglicherweise dann doch nicht wirklich zielführend ist, sich in Sachen Ägypten nur auf die dummen Ratschläge derjenigen zu verlassen, die den Karren über die Jahrzehnte erst in den Dreck gefahren haben:

Barack Obama war ratlos, darum hat er kurzerhand die Neokonservativen aus der Bush-Ära zurück ins Weiße Haus geholt. Sie konnten den Präsidenten von ihren Plänen überzeugen. Die Frage ist nur, ob sich auch die Ägypter überzeugen lassen.

Robert Kagan (Historiker, politischer Kommentator, führender „Neocon“) und Elliot Abrams (ehemaliger Berater von George W. Bush in Angelegenheiten der Inneren Sicherheit) sind zurück im Weißen Haus. Sie sprachen dort vorgestern (31. Januar 2011) mit US-Präsident Barack Obama für die Egypt Working Group über die amerikanische Strategie in Hinblick auf Ägypten.