Interpol ruft zur Fahndung nach Julian Assange auf: Die Polizeiorganisation hat eine „Red Notice“ gegen den WikiLeaks-Gründer erlassen. Demnach soll weltweit nach ihm gesucht werden – wegen der in Schweden erhobenen Vergewaltigungsvorwürfe.

[…] Der Australier hatte die Vorwürfe stets bestritten und von einer Schmutzkampagne gegen ihn und WikiLeaks gesprochen. Er ist seit längerer Zeit untergetaucht, sein Aufenthaltsort ist unbekannt.

Dann sollte er sich den Behörden stellen und die Vorwürfe entkräften statt einen auf Dr. Kimble zu machen. Wenn er’s nicht war, hat er ja nichts zu befürchten. Mehr Sorgen sollte er sich hingegen wegen seines Datendiebstahls machen. Denn da dürfte er tatsächlich verdammt schlechte Karten haben, die Vorwürfe zu widerlegen, ist doch digitale Inkontinenz kombiniert mit dem Abfluß jeglicher Logik und Ausgewogenheit durch das WikiLeak im Kopf seine eigentliche Geschäftsidee.

[…] Zuletzt erwog er, sich in der Schweiz niederzulassen und dort politisches Asyl zu beantragen. Die Schweiz sei neben Island das einzige westliche Land, in dem sich WikiLeaks sicher fühle, sagte er Anfang November im Schweizer Fernsehen.

Dass er sich da mal nicht täuscht. Denn kriminelle Ausländer werden dort seit neustem ratzfatz in die Heimat zurückgeschickt. Womit die Ausschaffungsinitiative wenigstens etwas gutes hätte, da sich die australische Regierung sicher freuen wird, den kleinen Julian am Flughafen wieder in Empfang nehmen zu dürfen, um anschließend mit dem amerikanischen Botschafter in aller Ruhe die Formalitäten des unweigerlich folgenden Auslieferungsgesuches zu klären.

Mitarbeiter der Plattform fühlten sich wegen der Protokolle über die Kriege im Irak und in Afghanistan vom US-Verteidigungsministerium bedroht, erklärte der Internetaktivist mehrmals.

Klar, in der Schweiz oder Island wäre er vor den Todesschwadronen der CIA natürlich sicher, denn wenn die US-Killerkommandos vor was Respekt haben, dann sind es sicherlich Geissen und Geysire. Schon klasse, wenn jemand, der permanent Verschwörungsscheisse absondert, sich so offensichtlich weigert, selber reinzutreten.

[…] Wenn Clinton für die von WikiLeaks aufgedeckten Spionageanweisungen verantwortlich sei, müsse sie dafür auch die Verantwortung übernehmen, sagte Assange am Dienstag.

Diplomaten, die für ihr Land Informationen weitergeben? Am Ende gar Spione in Botschaftsgebäuden? So was gibt es doch nur im James Bond-Film, in der Wirklichkeit wäre das schließlich verwerflich. Die Russen oder Iraner machen so was ja auch nicht (täten sie es, hätte WikiLeaks das sicher schon mit dem selben Engagement aufgedeckt).

„Damit hätten die USA gegen internationale Vereinbarungen verstoßen. Sie sollte zurücktreten.“

Im Ernst, wenn die Vereinigten Staaten von Amerika sich als einziges Land der Erde daran halten würden, müßte Hillary tatsächlich zurücktreten, und zwar wegen erwiesener Unfähigkeit. Dass unser Möchtegern-Datenzorro es gerade mit dieser Begründung trotzdem fordert, beweist zusammen mit der fast schon obsessiven Konzentration auf die USA, worum es seiner virtuellen Räuberbande wirklich geht, nämlich um blanken Antiamerikanismus. Und darauf kann es nur eine Antwort geben: WikiLeckt mich am Assange!