Nicht nur im Irak, auch in Afghanistan beginnt man zu merken, das die Amerikaner eigentlich doch gar nicht so übel sind, und möchte sie am liebsten gar nicht mehr gehen lassen:

Der afghanische Präsident Karzai hat seinem US-Kollegen Obama eine falsche Strategie für den Rückzug vom Hindukusch vorgeworfen. Die Rückzugsankündigung für 2011 stärke die Taliban. Die Zahl der Anschläge nimmt inzwischen deutlich zu.

Was mal wieder eindrucksvoll zeigt, daß Obama bei denjenigen, die seine genialen Entscheidungen am Ende ausbaden und gegebenenfalls sogar mit ihrem Leben bezahlen müssen, längst nicht das megabeliebte Superhirn ist, als das ihn seine in sicherer Entfernung lebenden Bewunderer so gerne darzustellen versuchen.

Vor allem aber widerlegt es endgültig das Märchen, daß es den Abzugsbefürwortern hier im Westen auch nur ansatzweise um die Menschen im Irak und in Afghanistan ginge. Die dürfen dort ruhig verrecken, sie sollen es nur gefälligst leise tun. Und damit es keine mitkriegt, möglichst alleine.