US-Truppenabzug aus dem Irak: Bagdad trauert den früheren Feinden nach

Ja, da staunt der SPIEGEL, hat man doch jahrelang gleich doppelt falsch gelegen. Nicht nur, daß die Besetzten die Besatzer offenbar gar nicht mehr missen mögen, sondern auch darin, daß Obama noch einen Extra-Eßlöffel Weisheit zu sich genommen hat, bevor er verkündete, die Truppen unabhängig von der Lage aus dem Irak abziehen zu wollen.

Denn selbst wenn die Iraker das – ja noch unter dem angeblichen Kriegstreiber Bush ausgehandelte – Abkommen zum Truppenabzug revidieren wollten, könnte Obama dem aufgrund seiner voreiligen Versprechen nicht ohne Gesichtsverlust zustimmen. Denn wie heißt es noch so schön „Image ist alles, der Irak ist nichts (wofür es sich zu kämpfen lohnt)“.