Medwedjew warnt vor kirgisischem Demokratieversuch

Womit alles gesagt wäre. Und zwar sowohl über das Demokratieverständnis russischer Politiker als auch über ihre Relevanz bei der Lösung internationaler Probleme.

Die Kirgisen wollen die parlamentarische Demokratie einführen. Russlands Präsident hält das für einen gefährlichen Weg.

Ist ja auch widerlich, so eine Demokratie. Wahlen, Rechtsstaat, Pressefreiheit – igitt! Alles nur Teufelszeug, um aus strengen Führern warmduschende Waschlappen zu machen.

[…] Die Errichtung einer parlamentarischen Demokratie beinhalte Gefahren, wie den Zusammenbruch eines Staates. Das Land benötige eine starke, gut organisierte Regierung, um dies zu verhindern.

Der sich hier so unverholen für die Herrschaft der starken Hand ausspricht, ist wohlgemerkt in der russischen Führung der gemäßigte, „liberale“, reformorientierte Westler. Da will man gar nicht wissen, was sein Herr und Meister erst dazu sagt.

Auf jeden Fall wird es Zeit, daß man Rußland klarmacht, daß derlei Töne im Westen nicht erwünscht sind. Wenn schon G8, dann wäre Indien jedenfalls ein weit sinnvollerer Ersatz.

Medwedew kann dann statt langweiliger Konferenzen mit frei gewählten Weicheiern ja mit Kim Jong Il am malerischen Strand Nordkoreas über die Vorteile der Stabilität für das persönliche Wohlbefinden eines Diktators räsonieren.