ME war tensions mount over Gaza-bound „enemy ships.“ Hizballah pledges reprisal

Große Worte, aber solange Nasrallah nicht sicher weiß, daß seine Herren in Teheran und Damaskus im Falle eines Krieges gegen den zionistischen Erzfeind tatsächlich die Oberhand behalten, weil sie doch noch rechtzeitig die geheime Superwaffe finden, wird er den Teufel tun und die IDF ohne Not zu einem Besuch in seinen Führerbunker einladen.

After all, Hezbollah doesn’t want war right now; it can’t afford another conflict like 2006. To be sure, Nasrallah’s management of what he calls the divine victory counts as one of the most brilliant campaigns in the history of information warfare. A man bunkered for the rest of his life has convinced the world that he won while his wardens lost.

Bloß wieder auf die Medien vertrauen wäre aber in einem Kampf, in dem es für den Gegner nicht um die Fortführung der Politik mit anderen Mitteln und damit auch um das internationale Ansehen, sondern mal wieder um das nackte Überleben geht, schon ziemlich mutig. Denn diesmal wird es kein von ein paar kleineren Scharmützeln gefolgtes Feuerwerk wie noch 2006 geben, sondern das ganz große Programm von 1982. Da werden nach Nasrallahs Klopfen nicht Ephraim Kishons „zionistische Jammergestalten“ die Tür öffnen, sondern seine „halbnackten Gladiatoren“.

Und nur weil man mit SCUD-Raketen Zivilisten terrorisieren kann, heißt das noch lange nicht, daß man damit auch Kriege gewinnt, was mit Saddam Hussein schon weit gefährlichere Zeitgenossen feststellen mußten. Wenn die Israelis davon ausgehen, im Falle eines Krieges mit Syrien binnen 5 Tagen vor Damaskus zu stehen und Assads Schreckensherrschaft ein für allemal ein Ende zu setzen (was selbst unseren Internetcafe-Diktator noch rechtzeitig zum Nachdenken bringen könnte), dann wird sich die aller Aufrüstung zum Trotz immer noch vielfach schwächere Hisbollah sehr genau und vor allem lange genug überlegen, ob sie für ein untergehendes fremdes Regime wirklich bis zum letzten libanesischen Schiiten kämpfen soll.

But of course, Lebanon’s Shia are like all other men—they bleed and die and know when they have been decimated. For instance, during Israel’s war with Gaza in the winter of 2008 to 2009, when a small quiver of rockets was fired against Israel from southern Lebanon, Shia left their homes in droves fearing Israeli retaliation. The Lebanese government was incapable of processing all the passport requests from southerners who wanted to leave the country and remove the targets from their heads for good. In spite of the quasi-hysterical pitch of Hezbollah’s rhetoric over the last few months, they will be careful about starting a war that may turn the Shia community of the south into permanent refugees.

Entscheidend wird jedoch sein, ob die Mullahs alles auf eine Karte setzen, weil sie inzwischen so kurz vor der Bombe sind, daß sie jetzt bereits den großen Endkampf gegen den untergehenden Westen führen zu können glauben, um das Spiel dann notfalls über die Zeit zu retten, oder ob man die Hisbollah nicht lieber für den Fall eines Scheiterns als letzte Karte im Ärmel behält, um nach einem knappen Überleben wenigstens noch ein bißchen mitmischen zu können.

As for Hezbollah’s sponsor in Tehran, the question is how the Islamic Republic conceives of its nuclear program. If a bomb is the regime’s grand prize and the historical patrimony of the Persian nation, then Tehran has no choice but to unleash Hezbollah in retaliation should the Israelis, or the United States, strike. However, if the Iranians conceive of the bomb as just one asset among others in the regime’s arsenal, then it may pause before spending Hezbollah, another expensive investment, at a moment when Israel’s response is likely to be particularly fierce.

Und „particularly fierce“ dürfte selbst für einen siegreichen Höhlenbewohner wie unseren Nasrallah am Ende des Tages dann doch ein bißchen viel sein.

(Hat tip: TPR)