Yasser Qashlak, einer der Hauptorganisatoren der libanesischen Gaza-Flottille, die in den nächsten Tagen in See stechen soll, hat in einem Interview mit dem Hisbollah-Sender al-Manar wüste Drohungen gegen Israel ausgestoßen.

„Ich hoffe, eines Tages werden diese Schiffe die europäischen Flüchtlinge [gemeint sind die Israelis] in ihre Heimatländer zurückbringen. Ich rufe die Israelis dazu auf, das zu tun“, so der palästinensische Geschäftsmann. „Gilad Shalit muss nach Paris zurückkehren, und der Rest der Mörder muss nach Polen zurückkehren.“

Qashlar nannte den Staat Israel einen „leprainfizierten Hund, der in die Region geschickt wurde, um den Arabern Angst zu machen“, und ließ die Bürger Israels wissen, dass sie nicht an die „Illusion eines Friedens, wie sie von modernen arabischen Führern“ geschaffen worden sei, glauben sollten: „Selbst wenn unsere Führer Friedensabkommen unterzeichnen, werden wir sie nicht respektieren. Unsere Kinder werden nach Palästina zurückkehren.“

Wiederholt beschwor er: „Ich schwöre, wir werden die Zionisten überall auf der Welt für die Verbrechen verfolgen, die sie an unseren palästinensischen Brüdern begangen haben.“

Deutliche Worte, die auch eine Abgeordnete der Linkspartei oder ein schwedischer Schriftsteller sicher bedenkenlos unterschreiben kann, zumal es sich in der Sache ja nicht grundsätzlich von der eigenen Position unterscheidet. Und falls die Ausdrucksweise wieder Erwarten doch Anstoß wecken sollte, steht das der nächsten Mittelmeerkreuzfahrt trotzdem nicht im Wege, dann hat man das eben einfach wieder nicht mitbekommen. So ungewöhnlich wäre das ja nicht, die anderen Israelhasser ignorieren derlei Zitate ja auch konsequent, um das eigene Weltbild nicht zu beschädigen.