„Alarmierender Trend“ – Militärisch unterlegene Taliban töten gezielt Zivilisten

[…] Im Februar begann die Nato in der Provinz Helmand die Großoffensive „Operation Muschtarak“, im Frühjahr eine Offensive in der Nachbarprovinz Kandahar. Offenbar als Reaktion auf diese militärische Übermacht gehen die Taliban nach Ansicht der UN gezielt gegen Zivilisten vor. „Die Aufständischen machen ihre Drohungen gegen die Zivilbevölkerung wahr, mit durchschnittlich sieben Anschlägen pro Woche, die Mehrzahl davon in den südlichen und südöstlichen Regionen“, heißt es in dem UN-Bericht. Etwa 70 Prozent aller in Afghanistan getöteten Zivilisten seien Opfer der Taliban.

Interessante Fakten, die es sich lohnt noch einmal festzuhalten.

Erstens: Die Taliban massakrieren gezielt Zivilisten (was übrigens nicht wirklich neu, sondern ein alter Turban ist, das handhaben sie nämlich schon immer so).

Zweitens: Die Taliban sind aller „Der Afghanistankrieg ist verloren!“-Propaganda zum Trotz der NATO militärisch selbstverständlich hoffnungslos unterlegen.

Und wenn unsere großen Denker von Frau Käßmann bis zu Herrn Willemsen nicht intellektuelle Totalausfälle wären, dann wäre die Reaktion beim ersten Punkt nicht ein Gesprächsangebot an die Mörder und beim zweiten eine heillose Flucht vor den Schwächeren, sondern im Gegenteil ein umso entschlossenerer Kampf gegen die islamistische Barbarei. Aber dazu müßten sie wohl erst mal in der Lage sein, zwei Punkte zu einer Linie zu verbinden.