Amnesty International ist alarmiert über die Lage im Nordwesten Pakistans: In der Grenzregion leben nach einem Bericht der Menschenrechtsorganisation fast vier Millionen Menschen in permanenter Angst vor den Taliban – die Regierung in Islamabad ignoriere die Not, so Amnesty.

Ihr müßt jetzt tapfer sein, liebe ai-ler, aber die Taliban werden damit ganz gewiß nicht freiwillig aufhören. Und sie betreiben in Pakistan auch nichts anderes als das, was sie vorher jahrelang in Afghanistan aufgezogen haben und was ein Großteil Eurer eigenen Kundschaft lieber heute als morgen wieder umgesetzt sehen würde.

Diejenigen von Euch, die jedesmal aufheulen, wenn militärisch gegen die Islamisten vorgegangen wird, und die den Rückzug der NATO aus Afghanistan fordern, sollten daher lieber mal darüber nachdenken, ob es wirklich zusammengeht, gleichzeitig in einer Menschenrechtsorganisation und der Antikriegsbewegung aktiv zu sein.

Aber das kommt vermutlich davon, wenn man seinen eigenen Lügen zu lange selber glaubt. Wer jahrelang behauptet, daß Bush für die Opfer des al-Qaida-Terrors im Irak verantwortlich sei, der meint dann halt auch irgendwann selber, daß die pakistanische Armee schuld wäre an den Verbrechen der Taliban und nicht die Taliban selbst.

Ihr solltet Euch daher endlich abgewöhnen, diejenigen, die gegen die fundamentalistischen Barbaren kämpfen, dabei nicht nur, wo immer es geht, zu behindern, sondern sie dann auch noch für deren Untaten verantwortlich zu machen. Dann könnte man Euch auch wieder ernst nehmen. Zumindest vielleicht. Irgendwann einmal.