Israels Marine tötet vier Palästinenser im Taucheranzug

Die machen aber auch Sachen! Seit Israel mit der Erstürmung eines friedlichen Kreuzfahrtschiffes im östlichen Mittelmeer letzte Woche die Jagdsaison auf Wassersportler eröffnet hat, schießen sie jetzt offenbar auf alles was sich bewegt. Diesmal hat es die unglücklichen Absolventen des Ferientauchkurses im Gaza Sea Resort getroffen:

[…] Der militärische Fatah-Arm, die al-Aksa-Brigaden, teilte mit, die vier Männer seien auf einer „Trainingsmission“ getötet worden.

Wie, die Taucher waren gleichzeitig auch in der Terrorbranche tätig? Aber dann höchstens nebenberuflich, sonst hätte der SPIEGEL das in seiner Schlagzeile bestimmt erwähnt. Wenn man nur wüßte, was sie da trainieren wollten? Aber wahrscheinlich haben sie bloß versucht, ein paar Fische zu harpunieren, um das aufgrund der israelischen Blockade doch etwas kärgliche Abendessen in der al-Aksa-Kantine aufzubessern.

[…] Angesichts der wachsenden Kritik an der israelischen Blockade des Gaza-Streifens haben Frankreich und Großbritannien eine Überwachung von Schiffslieferungen in das Palästinensergebiet durch die EU vorgeschlagen. Die Europäische Union könne dabei helfen, dass der Waffenschmuggel unterbunden werde und die Menschen dort dennoch die nötigen Hilfsgüter erhalten, sagte der französische Außenminister Bernard Kouchner nach einem Treffen mit seinem britischen Kollegen William Hague am Sonntag in Paris.

Klar, wenn das jemand kann, dann ja wohl die EU. Die hat schon im Libanon die Waffenlieferungen an die Hisbollah so erfolgreich ausgetrocknet, daß deren Soldaten inzwischen bekanntlich statt einem Stahlhelm das Inventar ihrer Suppenküchen auf dem Kopf tragen müssen. Da wird die israelische Regierung einem derart verlockenden Angebot sicher kaum widerstehen können.