Ich hatte mich ja spaßeshalber schon gefragt, wann mal jemand auf diese irre Idee kommt:

Nuke the Oil Leak?

Kam aber wohl offenbar tatsächlich schon jemand, und er hat sie auch gleich im Namen des Sozialismus in die Tat umgesetzt (weswegen ich bei der Erinnerung an die Friedensdemonstranten der 80er-Jahre mit ihren „Atomkraft? Nein danke!“-Aufnähern gerade ein wenig schmunzeln muß):

It was September of 1966, and gas was gushing uncontrollably from the wells in the Bukhara province of the Uzbek Soviet Socialist Republic. But the Reds, at the height of their industrial might, had a novel solution. They drilled nearly four miles into the sand and rock of the Kyzyl Kum Desert, and lowered a 30-kiloton nuclear warhead — more than half-again as large as “Little Boy,” the crude uranium bomb dropped over Hiroshima — to the depths beneath the wellhead. With the pull of a lever, a fistful of plutonium was introduced to itself under enormous pressure, setting off the chain reaction that starts with E = MC2 and ends in Kaboom! The ensuing blast collapsed the drill channel in on itself, sealing off the well.

The Soviets repeated the trick four times between 1966 and 1979, using payloads as large as 60 kilotons to choke hydrocarbon leaks. Now, as the Obama administration stares into the abyss of the Deepwater Horizon spill, and a slicker of sweet, medium crude blankets the Gulf of Mexico, slouching its way toward American beaches and wetlands, Russia’s newspaper of record is calling on the president to consider this literal “nuclear option.”

Aber wer weiß, so abwegig ist es vielleicht gar nicht, durch fossile Brennstoffe hevorgerufene Umweltverschmutzung zur Abwechslung mal mit dem nuklearen Super-GAU zu bekämpfen statt immer nur umgekehrt. Immerhin käme Obama seinem Ziel einer atomwaffenfreien Welt so wenigstens ein kleines bißchen näher, wofür er bekanntlich noch ganz andere Dinge in Kauf zu nehmen bereit ist.

Und bevor jetzt jemand aufschreit, daß wäre unverantwortlich, nun, wer riskiert, daß notfalls eine Atombombe über Tel Aviv gezündet wird um den Weltfrieden zu retten, der wird ja wohl nicht mehr Mitleid mit einem dreckigen Ölbohrloch haben als mit ein paar Millionen Juden. Oder etwa doch?