Die Idee, Hilfsgüter für Palästina nicht in Absprache mit den zuständigen Behörden über die offiziellen Grenzübergänge zu liefern, sondern lieber in Zusammenarbeit mit islamistischen Extremisten auf dem Seeweg, war offenbar ein Schlag ins Wasser. Den Versuch herauszufinden, ob sich so später einmal unkontrolliert Waffen für die Hamas schmuggeln lassen, haben die israelischen Streitkräfte jedenfalls im Keim erstickt:

Upon boarding the ships, the soldiers encountered fierce resistance from the passengers who were armed with knives, bats and metal pipes.

Obwohl es angesichts eines Lynchmobs, der sie mit Messern angreift, durchaus verständlich und angemessen gewesen wäre, wenn sie in so einer Situation von der Schußwaffe Gebrauch gemacht hätten, haben die Soldaten versucht, genau das zu vermeiden:

The soldiers used non-lethal measures to disperse the crowd.

Aber nicht alle haben es so mit dem Mitdenken, und für den Frieden braucht man bekanntlich immer zwei. Oder um es mit Sean Connery zu sagen: Typisch Friedensaktivisten, kommen mit ’nem Messer zu ’ner Schießerei, die sie dann auch noch selber angezettelt haben. Denn die Zurückhaltung der Kommandoeinheit interpretierten die Top Brainer der anwesenden Israelhasser offenbar als Schwäche, die es auszunutzen gilt:

The activists, according to an IDF report, succeeded in stealing two handguns from soldiers and opened fire, leading to an escalation in violence.

Auf die Idee, militärischen Elitetruppen während eines Einsatzes die Waffen zu entreißen, um dann damit auf sie zu schießen, muß man jedenfalls erst mal kommen. Sollte man aber besser nicht. Sonst gibt’s hinterher bei der abschließenden Bewertung des daraus zwangsläufig resultierenden Gefechts möglicherweise eine bittere Überraschung.