Es ist eine undankbare Aufgabe. Obama hat die Ölpest nach der Explosion der BP-Bohrinsel „Deepwater Horizon“ vor 48 Tagen nicht zu verantworten, und es gibt wenig, was er und sein Team nun wirklich dagegen tun können, allen unsinnigen Erwartungen zum Trotz.

Und das ist eben der Unterschied. George W. Bush hatte den Wirbelsturm Katrina damals nämlich nicht nur höchstpersönlich ausgelöst, als er auf den großen roten Knopf der in der Area 51 aufgebauten geheimen CIA-Windmaschine drückte, er hätte auch hinterher viel mehr gegen die Folgen tun können, weil die USA zu jener Zeit noch nicht aus 50 relativ unabhängigen Bundesstaaten bestanden, sondern nur aus einem einzigen riesigen, direkt der Willkür des Präsidenten zur persönlichen Verfügung unterstellten Fürstentum, mit dem Bush bis in die Niederungen der Kommunalpolitik jederzeit nach Gutdünken hätte durchregieren können, wenn er es nur wirklich gewollt hätte.

Wo Bushs Umgang mit der Umweltkatastrophe also noch von hinterhältiger Bosheit oder zumindest grober Unfähigkeit geprägt war, hat Obama schlicht und einfach nur ein bißchen Pech mit den widrigen Umständen. Zudem war Bush ja auch ein Versager, Obama hingegen nur die Reinkarnation von Superman. Da sollte man an ihn auch nicht so hohe Erwartungen stellen wie an seinen Vorgänger.