Irans Präsident Ahmadinedschad hat bei Uno-Abrüstungsberatungen einen Eklat provoziert. Atomwaffen zu besitzen, sei „widerlich und beschämend“ – er warf den USA vor, andere mit ihrem Arsenal zu bedrohen. Delegierte verließen den Saal, Außenministerin Clinton forderte die Welt auf, Iran Einhalt zu gebieten.

Tja, da kam Obamas Charmeoffensive in Teheran wohl doch nicht so gut an, wie er sich das zu Beginn erhofft hat, als er Achmadinedschad zum ersten Mal auf einem Foto sah und sich dachte, mit dem sympathischen Kerl kann man doch sicher vernünftig reden. Aber gut, Fehler passieren jedem von uns mal. Man kann sie dann ja meist noch korrigieren, wenn man sie nur erst einmal erkannt hat.

Dumm wird es allerdings, wenn man den Fehler nicht nur nicht als solchen wahrnimmt, sondern bei der Fehlerbehebung auch noch hilflos ist. Wenn die Außenministerin der Vereinigten Staaten von der Welt fordert, dem Iran Einhalt zu gebieten, was die Welt eigentlich eher umgekehrt von den USA erwarten dürfte, sollten jedenfalls selbst die obamahörigsten Optimisten langsam nervös werden.

Das ganze kommt nämlich so rüber, als ob der Polizeisprecher in einer Pressekonferenz die Bürger verzweifelt anfleht, doch endlich die Mafia zu stoppen, weil die Polizei sich nicht traut den Paten festzunehmen, nachdem sie ihm vorher Straffreiheit zugesagt hat, sofern er verspricht, Schußwaffen zerlegt zu lagern und seine Opfer auch in Zukunft nur mit dem Messer ermorden zu lassen.