Jetzt brauchen wir schon Zeitungen vom anderen Ende der Welt, um an die wirklich spannenden Nachrichten über unser eigenes Militär zu kommen:

A navigator from the Luftwaffe has become the first member of Germany’s air force to fly into combat with Britain’s RAF.

[…] The RAF pilot from 31 Squadron flew a Tornado GR4 ground attack aircraft out of Kandahar airbase in southern Afghanistan with the German navigator seated behind him.

Da wird die Opposition aber schäumen. Da tut sie schon alles, um einen Kampfeinsatz in Afghanistan zu ver- oder wenigstens soweit wie möglich zu behindern, und untersagt u.a. den Einsatz eigener Tornado-Jagdbomber, und dann steigen deren Besatzungen einfach in ein Flugzeug mit einem anderen Aufkleber um und bombardieren die Taliban halt für das blau-rote statt das schwarz-weiße Team.

The pair flew about 18 missions together in December and January, providing air support for troops on the ground. The aircraft was armed with 226kg laser-guided Paveway IV bombs, Brimstone air-to-ground missiles and a 27mm cannon.

Und das beste ist, der Waffensystemoffizier – das ist der, der im Ernstfall die Ziele auswählt und aufs Knöpfchen drückt – hat sich das nicht einfach mal alleine ausgedacht und ist ohne seinen Vorgesetzten Bescheid zu sagen des Nachts heimlich unter dem Zaun zu den Tommies rübergeschlüpft:

The Luftwaffe navigator’s role was requested by German Defence Minister Karl-Theodor zu Guttenberg to enhance the country’s involvement in the Afghan war.

Da kann man im Hinblick auf das ganze sonstige Herumgemerkel sagen was man will, aber Helm ab vor unserem Verteidigungsminister. Auch wenn sicher nicht jede seiner Entscheidungen nachvollziehbar ist, aber hier zeigt er nicht nur Mut zu unpopulären Entscheidungen, das grenzt angesichts der medialen Hetzjagd auf jeden ernsthaften Versuch, den Krieg in Afghanistan endlich mal gewinnen zu wollen, ja fast schon an politische Todesverachtung.

(Gefunden bei Defensepool)