Victor Davis Hanson weist auf einen wichtigen, ja vielleicht den entscheidenden Punkt überhaupt hin, der bei Obamas pompöser Konferenz über die nukleare Sicherheit interessanterweise zu kurz gekommen ist, obwohl (oder gerade weil?) er an die eigentliche Wurzel der gesamten Problematik des Besitzes von Kernwaffen rührt:

[…] The problem is not necessarily bombs per se (e.g., We don’t lose sleep over a nuclear France or Britain), but who has them. Those nations who possess nuclear weapons — even if some are undemocratic, such as a prosperous exporter like China — and go to these sort of conferences are not those who are most likely to use them preemptively, in contrast to an Iran or North Korea or radical Islamic group.

Und genau deshalb wird auch die hundertste britische oder israelische Atombombe (ja, das gilt sogar für französische Nuklearwaffen) immer ein geringeres Problem für die nationale Sicherheit der Vereinigten Staaten – und der westlichen Welt insgesamt gleich mit – sein als die erste russische, und selbst die hundertste russische oder chinesische immer noch ein kleineres Übel als die erste iranische.

[…] We are currently engaged in a great but somewhat dangerous experiment in American foreign policy that has unfortunate antecedents from the 1930s and 1970s — a debate that reveals radically different views of human nature, pitting the tragic against the therapeutic. Obama believes that repeated emphasis on good intentions, outreach, concessions, and dialogue can convince a misunderstood or misguided Iran, North Korea, Syria, or Russia to more or less join the world of nations, follow the rules, and not take risks with world stability in pursuit of regional ambitions.

Es gibt halt letztlich zwei Gruppen von Leuten: Diejenigen, die glauben, daß die Bösen nur böse sind, weil die Guten nicht gut genug zu ihnen sind, und daß die Bösen sofort gut werden würden, wenn die Guten nur nicht immer so böse zu ihnen wären. Und dann diejenigen, die das für eben jene gemeingefährliche Illusion halten, die für den allergrößten Teil der Schädelberge und Massengräber des letzten Jahrhunderts mitverantwortlich ist. Obama scheint seine Entscheidung, zu welcher Gruppe er gehört, bereits getroffen zu haben. Man muß ihr aber nicht folgen.