Ok, ich persönlich finde das jetzt ehrlich gesagt ja etwas übertrieben, wenn nicht sogar ein bißchen ungerecht gegenüber den Möglichkeiten nicht-militärischer Mittel zur Disziplinierung unbotmäßiger Schurkenstaaten, aber wenn selbst ER, die fleischgewordene Verkörperung völkerverbindender Sanftmut, das schon so sieht, und zwar nicht nur globalgalaktisch allgemein, sondern ganz konkret auf seine eigene Politik bezogen, dann sollte uns das vielleicht doch ein wenig zu denken geben:

„If the question is, do we have a guarantee as to the sanctions we are able to institute at this stage are automatically going to change Iranian behavior, of course we don’t,“ Obama told ABC’s „Good Morning America.“

„The history of the Iranian regime, like the North Korean regime is that you know, you apply international pressure on these countries, sometimes they choose to change behavior, sometimes they don’t.“

Da wollen wir mal inständig hoffen, daß der mächtigste Mann der Welt auf seinem Schreibtisch noch den aus Zeiten seines Amtsvorgängers datierenden Plan B mit den Optionen für „sometimes they don’t“ wiederfindet. Ansonsten muß er halt mal unter dem Tisch nachschauen und zur Not auch einen Blick in den Papierkorb werfen. Denn ob die Soft Power-Fraktion jetzt noch zeitnah praktikable Alternativen aus dem Hut zaubert, darf nach den bisherigen Erfahrungen eher bezweifelt werden.