Washington – „Betrachten wir die Realität“, sagte Eric Holder in einer hitzigen Diskussion vor einem Unterausschuss des US-Repräsentantenhauses in Washington: Bin Laden werde „niemals in einem US-Gerichtssaal erscheinen“. Es werde so kommen, dass „wir der Leiche von Osama Bin Laden die Rechte verlesen“. Die USA, so ist sich der Justizminister sicher, würden des Islamistenführers nicht lebendig habhaft werden. Bin Laden werde entweder „von unseren Leuten getötet oder von seinen eigenen, damit er nicht von uns gefangen genommen wird. Wir wissen das“.

Oder um diese interessante  Erkenntnis in den leicht abgewandelten Worten eines anderen, vor nicht allzu langer Zeit mit Bin Laden befaßten US-Politikers zusammenzufassen:

“Well, the president’s policy is dead or dead. And, you know, I have my preference.”

Nur daß man sie dem, obwohl er eine Gefangennahme anders als Holder wenigstens noch als theoretische Möglichkeit in Betracht zog, irgendwie übel genommen hat. Aber er diente vermutlich einfach dem falschen Präsidenten.