Wer wissen will, was von den Einschätzungen der Medien bezüglich der Legitimation von Diktaturen zu halten ist, wird es gerade angesichts der Wahlen im Irak, bei denen nationale und säkulare Parteien die religiösen Sektierer wie die Statthalter Teherans vernichtend geschlagen haben, besonders aufschlußreich finden, wie betont „neutral“ noch kurz vor dem Irakkrieg über die Herrschaft Saddam Husseins berichtet wurde:

In 2002, a presidential election was held in Iraq. Saddam Hussein won it by a margin of 11,445,638 to zero. „Whether that’s because they love their leader—as many people said they do—or for other reasons, was hard to tell,“ reported CBS News’s Tom Fenton from Baghdad.

Den Diktatorenverstehern, die das Selbstbestimmungsrecht der Völker nicht unbedingt den Menschen, sondern bei Bedarf auch gerne mal ihren Unterdrückern zuzubilligen wollen, sollte dies Mahnung genug sein.

(Hat tip: TPR)