Soviel zur Freiheit in Venezuela. […] Der Import oder Verkauf von „Killerspielen“ wird von nun an mit 3 bis 5 Jahren Gefängnis bestraft. Chavez selbst nannte bereits alle Spiele, „in denen man Städte bombardiert“ Teil einer „kapitalistischen Strategie, Gewalt zu säen und dann Waffen zu verkaufen.“

„Diese Spiele, die PlayStation genannt werden, sind Gift. Einige Spiele bringen dir bei, zu töten. Sie haben mal mein Gesicht in ein Spiel gesetzt. ‚Du musst Chavez finden und ihn töten.‘, hieß es dabei.“

Hm, demnach hat Chavez früher wohl selbst zu viel Killerspiele mit Uribe-Mod gespielt, bei denen er die Pixelmonster vorher mit dem Konterfei seines kolumbianischen Amtskollegen versehen hat. Aber vielleicht liegt genau da eine mögliche Kompromißlinie: Man fügt dem Gesetz einfach eine Ergänzung hinzu, nachdem Spiele, bei denen man in die Rolle des unlaublichen Hugolino schlüpft (alternativ sind auch Duke Putin, Machmud McClane, Super-Kim oder der Fidelator zulässig) und solange man darin ausschließlich auf legitime Ziele (also beispielsweise Präsidenten der Gringos, jüdische Affen und Schweine oder ausbeuterische Unternehmer) schießen kann, von dem Verbot ausgenommen werden. Dann wird das Bedürfnis nach Ballerspielen wenigstens pädagogisch wertvoll umgesetzt.