SPIEGEL ONLINE. Und zwar in der Kategorie „unqualifiziertester Zwischenruf eines ausländischen Nachrichtenmagazins“ mit seiner anderthalb Jahre alten Bemerkung zum heutigen Oscar-Gewinner „The Hurt Locker“:

Die wirklich nervenzerfetzende, schlimm aufs Gemüt schlagende Beunruhigung des Films aber entsteht nicht durch die Explosionen, von denen er erzählt, sondern daraus, das die Regisseurin keine politische und keine militärische Partei ergreift: Sie zeigt nur den Kampf einer zufällig zusammengepferchten Männergemeinschaft ums Überleben.

Heißt das jetzt, daß der SPIEGEL es weniger beunruhigend gefunden hätte, wenn Kathryn Bigelow während der Dreharbeiten einen „Irakkrieg? Find ich gut!“-Sticker auf ihr Megaphon geklebt hätte, oder, was ein klitzekleines bißchen wahrscheinlicher sein dürfte, daß der SPIEGEL jede politische Einstellung zum Irakkrieg, die nicht militärisch Partei gegen die USA ergreift, beunruhigender empfindet als eine Explosion?