Die Invasion war notwendig: Wie sein Vorgänger Blair hat auch der britische Premier Brown den Krieg im Irak verteidigt – und ließ im Untersuchungsausschuss alle Vorwürfe an sich abprallen. Anders als Blair fand er jedoch warme Worte für die Opfer des Einsatzes.

Nett von ihm. Aber eigentlich nicht sein Job. Denn wenn sich schon jemand für die getöteten britischen Soldaten entschuldigen sollte, dann ja wohl die Islamisten und Faschisten, die sie getötet haben. Wenn der SPIEGEL aber auf so was steht, kein Problem. Denn nach dieser Logik sind jetzt all die Kriegsgegner und Realpolitiker an der Reihe, sich bei den Angehörigen der hunderttausenden von Irakern zu entschuldigen, die nur gestorben sind, weil man mit dem Sturz Saddam Husseins so lange gewartet hat. Und das schließt Nachrichtenmagazine, die lautstark gegen die Befreiung des Irak getrommelt haben, ausdrücklich mit ein.