Das Votum erzürnt einen engen Verbündeten: Ein US-Kongressausschuss hat trotz Warnungen aus dem Weißen Haus die Verfolgung von Armeniern im Osmanischen Reich als Genozid bezeichnet. Die Türkei droht mit massiven Konsequenzen – und bestellte sogleich ihren Botschafter zu Konsultationen nach Ankara.

Soso, die Türkei nimmt übel, weil der US-Kongreß es wagt, in dieser Angelegenheit den Begriff Genozid zu verwenden. Na, da fragen wir doch einfach einen Experten. Denn wenn sich jemand mit Völkermord auskennt, dann ja wohl er:

„Ich habe den Befehl gegeben — und ich lasse jeden füsilieren, der auch nur ein Wort der Kritik äußert — daß das Kriegsziel nicht im Erreichen von bestimmten Linien, sondern in der physischen Vernichtung des Gegners besteht. So habe ich, einstweilen nur im Osten, meine Totenkopfverbände bereitgestellt mit dem Befehl, unbarmherzig und mitleidslos Mann, Weib und Kind polnischer Abstammung und Sprache in den Tod zu schicken. Nur so gewinnen wir den Lebensraum, den wir brauchen. Wer redet heute noch von der Vernichtung der Armenier?“

(Adolf Hitler vor Offizieren am 22. August 1939)